In 30 Jah­ren

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Mei­nen ers­ten Fern­se­her kauf­te ich als Grund­schü­ler im Jahr 1987 von ei­nem Los­ge­winn. Für 750 DDR-Mark gab es ei­nen ge­brauch­ten Ju­nost 402B – ein ro­ter Schwarz­weiß-TV aus Russ­land mit der Bild­grö­ße ei­nes A4-Blat­tes. Der Grund­stein für die DI­GI­TAL TESTED war ge­legt, ab 1990 gab es für den Tech­nik-Nerd na­he­zu jähr­lich neue TV-Ge­rä­te, spä­ter dann Sat-Re­cei­ver, Di­gi­tal­bo­xen und Au­dio­zeugs.

Mitt­ler­wei­le gibt es für 750 Eu­ro bei Ama­zon brand­neue UHD-TVs mit 55 Zoll Bild­dia­go­na­le und di­ver­sen Ex­tras. Die Tech­nik ent­wi­ckelt sich ra­sant wei­ter, wie wir in 30 Jah­ren fern­se­hen, ver­mag heu­te noch nie­mand so rich­tig vor­her­zu­sa­gen. Fakt ist, dass uns die TV-High­lights die­ser Aus­ga­be dann wohl ein mü­des Lä­cheln be­rei­ten. Mit gro­ßen Schrit­ten spren­gen sich die OLEDs aus den Han­dys end­lich auf die gro­ßen Dia­go­na­len der Fern­se­her. Wir ha­ben die Flach­män­ner von So­ny, Pa­na­so­nic, LG und Phi­lips ab Sei­te 14 nä­her un­ter­sucht. End­lich ist die neue Tech­no­lo­gie, bei der wie­der je­der Bild­punkt selbst leuch­tet wie ehe­mals bei Plas­mas, den teu­ren Kin­der­schu­hen ent­stie­gen und bringt die Au­gen der Per­fek­tio­nis­ten zum Leuch­ten.

Es fühlt sich dann schon wie­der fast wie ein Blick in die Ver­gan­gen­heit an, wenn ein LCD-Fern­se­her im Test­la­bor steht. Auch wenn sie QLED ge­tauft wer­den um neue Maß­stä­be zu sug­ge­rie­ren, tre­ten die Her­stel­ler all­mäh­lich auf dem Fleck wenn es um gra­vie­ren­de Ver­bes­se­run­gen des Bil­des geht. Al­so muss drum­her­um an Fea­tu­res und Preis ge­schraubt wer­den, um den Zu­schau­ern ein Fun­keln im Au­ge ab­zu­rin­gen. Die neu­en Mo­del­le fin­den Sie ab Sei­te 22.

Was vor 30 Jah­ren ge­nau wie heu­te ak­tu­ell ist, sind gro­ße teu­re Laut­spre­cher. Die mi­ni­ma­lis­ti­schen Brüll­wür­fel mit ex­tra Sub­woo­fer, die noch vor fünf Jah­ren im Trend la­gen, sind der­zeit in die zwei­te Rei­he ge­rückt, denn an den Sound der Stand­laut­spre­cher kom­men sie ein­fach nicht her­an. Die B&W 800 D3 (ab Sei­te 77) sind so teu­er wie ein Klein­wa­gen und wer­den ih­rem Be­sit­zer auch in 30 Jah­ren ga­ran­tiert noch Freu­de be­rei­ten.

Herz­lichst, Flo­ri­an Pötzsch Chef­re­dak­teur

Mein ers­ter TV: Seit 30 Jah­ren im Fa­mi­li­en­be­sitz – aber nicht mehr funk­ti­ons­taug­lich

PS: Wie schau­en wir in 30 Jah­ren TV? le­ser­brie­fe@di­gi­tal-tested.de

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