Wiesn 2017: Das müs­sen Sie wis­sen

Von der An­fahrt über Bier­preis und Ruck­sack­ver­bot bis hin zu den neu­es­ten At­trak­tio­nen: Die wich­tigs­ten In­fos für die Be­su­cher des 184. Ok­to­ber­fes­tes in Mün­chen auf ei­nen Blick

Donau Zeitung - - Bayern - VON IDA KÖ­NIG

Mün­chen Pünkt­lich um 12 Uhr zapft der Münch­ner Ober­bür­ger­meis­ter Die­ter Rei­ter am heu­ti­gen Sams­tag das ers­te Fass im Schüt­zen-Fest­zelt an und er­öff­net da­mit das 184. Ok­to­ber­fest. Was man für ei­nen ge­lun­ge­nen Wiesn-Be­such wis­sen soll­te:

● An­fahrt Die U-Bahn­sta­ti­on an der The­re­si­en­wie­se ist zur Ok­to­ber­fest­zeit meis­tens völ­lig über­las­tet. Wer gut zu Fuß ist, macht des­halb am ein­fachs­ten ei­nen et­wa zehn­mi­nü­ti­gen Spa­zier­gang vom Haupt­bahn­hof oder von der Ha­cker­brü­cke zum Wiesnge­län­de. Wer die U-Bahn nut­zen möch­te, soll­te auf die Sta­tio­nen Schwantha­ler Hö­he, Send­lin­ger Tor, Goe­the­platz und Poc­ci­stra­ße aus­wei­chen. Weil auch die Re­gio­nal­zü­ge von Augs­burg nach Mün­chen oft über­las­tet sind, setzt die Bahn an den Wo­che­n­en­den zu­sätz­li­che Zü­ge ein. Aus dem Sü­den Augs­burgs emp­fiehlt es sich, über Buch­loe und Gel­ten­dorf an­zu­rei­sen. Das Au­to soll­te zu­hau­se blei­ben, rund um die Wiesn gibt es kei­ne Park­plät­ze.

● Bier­preis Die Mass Bier kos­tet in die­sem Jahr zwi­schen 10,60 Eu­ro im Fa­mi­li­en­platzl und im Mu­se­ums­zelt und bis zu 10,95 Eu­ro in der Fi­scher-Vro­ni, im Pau­la­ner- und im Schot­ten­ha­mel-Fest­zelt. Teu­rer als Bier ist in man­chen Zel­ten ein Li­ter Was­ser: Im Wein­zelt be­zahlt man da­für stol­ze 11,60 Eu­ro. Un­ge­fähr das­sel­be kos­tet in den meis­ten Bier­zel­ten ein hal­bes Hendl.

● Fahr­ge­schäf­te Fünf neue Fahr­ge­schäf­te gibt es auf dem Ok­to­ber­fest. Im Voo­doo-Jum­per wird man in Zwei­er­gon­deln im Kreis her­um­ge­wir­belt, der XXL-Ra­cer schleu­dert ei­nen an ei­nem Pro­pel­ler­arm 55 Me­ter in die Hö­he. Auch ei­ne neue Ach­ter­bahn gibt es auf der Wiesn, den Drif­ting Co­as­ter. Dort geht es für ei­nen Teil der Pas­sa­gie­re kom­plett rück­wärts durch die Bahn, au­ßer­dem schwin­gen die Gon­deln aus. Die bes­te Aus­sicht über Mün­chen hat man im Ju­les Ver­ne To­wer, ei­nem 70 Me­ter ho­hen Rie­sen­ket­ten­flie­ger. Gru­seln kann man sich im Geis­ter­pa­last, der größ­ten trans­por­ta­blen Geis­ter­bahn der Welt.

● Fa­mi­li­en Ein Wiesn-Be­such ist auch mit klei­nen Kin­dern mög­lich, al­ler­dings sind Kin­der­wa­gen auf dem Ge­län­de nur von Sonn­tag bis tags­über bis 18 Uhr er­laubt. Am Tag der Deut­schen Ein­heit, 3. Ok­to­ber, gibt es eben­so wie an den Sams­ta­gen ein Kin­der­wa­gen­ver­bot. Sa­ni­tä­ter und Po­li­zei emp­feh­len, die Wiesn mit Kin­dern nur tags­über zu be­su­chen. Kin­der un­ter sechs Jah­ren dür­fen nach 20 Uhr nicht mehr in die Zel­te, auch nicht in Be­glei­tung ih­rer El­tern. Er­mä­ßi­gun­gen für Fa­mi­li­en gibt es an Di­ens­ta­gen von 10 bis 19 Uhr. Im Ser­vice­zenF­rei­tag trum des Ro­ten Kreu­zes und im Fa­mi­li­en­platzl fin­den El­tern üb­ri­gens ei­ne Wi­ckel­sta­ti­on und ei­ne Mi­kro­wel­le, in der Ba­by­nah­rung auf­ge­wärmt wer­den kann. In das Ser­vice­zen­trum brin­gen eh­ren­amt­li­che Hel­fer auch die Kin­der, die sich auf der Wiesn ver­lau­fen und ih­re El­tern nicht mehr fin­den.

● Men­schen mit Be­hin­de­rung Am Süd­teil der The­re­si­en­wie­se gibt es zahl­rei­che Be­hin­der­ten­park­plät­ze, au­ßer­dem sind al­le U-Bahn­sta­tio­nen rund um das Ok­to­ber­fest für Roll­stuhl­fah­rer ge­eig­net. In den Fest­zel­ten gibt es für Roll­stuhl­fah­rer re­ser­viert Plät­ze. Al­ler­dings gilt die­ses An­ge­bot un­ter der Wo­che nur bis 17 Uhr und am Wo­che­n­en­de bis 14 Uhr. Die meis­ten Fahr­ge­schäf­te sind auch für Men­schen mit Han­di­cap ge­eig­net, die Schau­stel­ler hel­fen beim Ein­stei­gen. Im Rie­sen­rad gibt es ei­ge­ne Plät­ze für Roll­stuhl­fah­rer.

● Oi­de Wiesn Nach­dem die Oi­de Wiesn im ver­gan­ge­nen Jahr we­gen des Zen­tral-Land­wirt­schaft­fes­tes deut­lich klei­ner aus­fiel, fin­det sie in die­sem Jahr wie­der in vol­ler Grö­ße statt. Der Ein­tritt auf das Ge­län­de kos­tet drei Eu­ro, da­für be­zahlt man für die Fahrt in ei­nem der Nost­al­gie­ka­rus­sells oft nur ei­nen Eu­ro. Neu ist das Volks­sän­ger­zelt „Zur Schön­heits­kö­ni­gin“. Dort gibt es je­den Tag ein Pro­gramm mit Münch­ner Volks­sän­gern, auch die Gäs­te sind ein­ge­la­den mit­zu­sin­gen. Die Wirts­leu­te le­gen Wert dar­auf, dass die Mu­sik in ih­rem Zelt nur so laut ist, dass man sich un­ter­hal­ten kann.

● Öff­nungs­zei­ten Das Fest öff­net in die­sem Jahr täg­lich erst um neun Uhr, ei­ne St­un­de spä­ter als in der Ver­gan­gen­heit. Da­mit soll si­cher­ge­stellt wer­den, dass der Lie­fer­ver­kehr das Ge­län­de ver­las­sen hat, be­vor die Be­su­cher kom­men. Die Zel­te öff­nen un­ter der Wo­che um zehn Uhr, am Wo­che­n­en­de ei­ne St­un­de frü­her. Aus­ge­schenkt wird in den meis­ten Zel­ten bis 22.30 Uhr, Fei­er­abend ist dann um 23.30 Uhr.

● Si­cher­heit Ruck­sä­cke und gro­ße Ta­schen sind ver­bo­ten, an den Ein­gän­gen wird es Kon­trol­len ge­ben. Ne­ben Vi­deo­ka­me­ras ist ei­ne neue Be­schal­lungs­an­la­ge in­stal­liert, die auch ein­zel­ne Zel­te an­steu­ern kann. Das Ge­län­de ist durch Hoch­si­cher­heits­pol­ler ab­ge­sperrt und kom­plett um­zäunt.

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