Was weiß Paul Ma­n­a­fort?

Trumps Ex-Wahl­kampf­ma­na­ger ko­ope­riert mit der Jus­tiz

Donau Zeitung - - Politik -

Wa­shing­ton Do­nald Trumps frü­he­rer Ver­trau­ter Paul Ma­n­a­fort ko­ope­riert mit Russ­land-Er­mitt­ler Ro­bert Mu­el­ler und könn­te bei den Un­ter­su­chun­gen in der Russ­lan­dAf­fä­re zu ei­ner Art Kron­zeu­gen wer­den. Ma­n­a­fort, be­reits vor we­ni­gen Wo­chen in ei­nem Ver­fah­ren we­gen Fi­nanz­ver­ge­hen schul­dig ge­spro­chen, be­kann­te sich am Frei­tag in Wa­shing­ton über­ra­schend und ent­ge­gen frü­he­rer An­kün­di­gun­gen auch bei Vor­wür­fen der Kon­spi­ra­ti­on ge­gen die USA und der Zeu­gen­be­ein­flus­sung für schul­dig. Wei­te­re An­kla­ge­punk­te, dar­un­ter Geld­wä­sche und Steu­er­be­trug, wer­den fal­len ge­las­sen. Gleich­zei­tig teil­te die An­kla­ge mit, Ma­n­a­fort wol­le mit den Er­mitt­lern ko­ope­rie­ren.

Wie weit die­se Zu­sam­men­ar­beit ge­hen soll, war zu­nächst nicht be­kannt. Es sei­en be­reits In­for­ma­tio­nen ge­flos­sen, sag­te Staats­an­walt Andrew Weiss­mann. Ma­n­a­fort gilt nach dem frü­he­ren Trump-An­walt Mi­chael Co­hen als zwei­te po­ten­te Qu­el­le aus dem un­mit­tel­ba­ren Trump-Um­feld für Son­der­er­mitt­ler Ro­bert Mu­el­ler. Al­ler­dings war nicht klar, in wel­chem Um­fang sich die Be­reit­schaft zur Zu­sam­men­ar­beit auf die Per­son des Prä­si­den­ten er­stre­cken könn­te. Das Wei­ße Haus ver­öf­fent­lich­te am Frei­tag um­ge­hend ei­ne Er­klä­rung mit dem Hin­weis, dass die­se Ent­wick­lun­gen nicht mit dem Wahl­kampf von Do­nald Trump in Ver­bin­dung stün­den. Sie sei­en – im Ge­gen­teil – völ­lig se­pa­rat zu se­hen, teil­te Trumps Spre­che­rin Sa­rah San­ders mit. Ma­n­a­fort war von März bis Au­gust 2016 Mit­glied in Trumps Wahl­kampf­team, da­von drei Mo­na­te lang als des­sen Lei­ter. Ei­nes der größ­ten Fra­ge­zei­chen in der ge­sam­ten Russ­land-Af­fä­re steht hin­ter ei­nem Tref­fen im Trump To­wer in New York im Ju­ni 2016, bei dem ei­ne rus­si­sche An­wäl­tin schmut­zi­ge De­tails über Trumps Wahl­kampf­geg­ne­rin Hil­la­ry Cl­in­ton an­ge­bo­ten ha­ben soll. Die Er­mitt­ler un­ter­su­chen Me­dien­be­rich­ten zu­fol­ge auf­fäl­li­ge Geld­trans­ak­tio­nen zwi­schen Teil­neh­mern im zeit­li­chen Zu­sam­men­hang mit dem Tref­fen. Das Mee­ting war von Trump-Sohn Do­nald Jr. or­ga­ni­siert wor­den, auch Ma­n­a­fort hat­te teil­ge­nom­men.

Ma­n­a­fort hat­te be­reits für meh­re­re re­pu­bli­ka­ni­sche US-Prä­si­den­ten, dar­un­ter Ro­nald Rea­gan, ge­ar­bei­tet. Be­rüch­tigt wur­de sei­ne Zu­sam­men­ar­beit

Mil­lio­nen Dol­lar im Aus­land ge­wa­schen

mit um­strit­te­nen Fi­gu­ren im Aus­land, vor al­lem in Afri­ka und der Ukrai­ne. Die vom Team des Russ­land-Er­mitt­lers Ro­bert Mu­el­ler ver­fass­te An­kla­ge wirft ihm un­ter an­de­rem vor, oh­ne vor­schrifts­mä­ßi­ge An­mel­dung für den da­ma­li­gen pro­rus­si­schen Prä­si­den­ten der Ukrai­ne, Vik­tor Ja­nu­ko­witsch, ge­ar­bei­tet zu ha­ben. Die dar­aus re­sul­tie­ren­den Ein­nah­men in Hö­he von vie­len Mil­lio­nen Dol­lar ha­be er über meh­re­re Un­ter­neh­men in und au­ßer­halb der Ver­ei­nig­ten Staa­ten ge­wa­schen.

Fo­to: dpa

Paul Ma­n­a­fort, Ex Wahl­kampf­chef von Do­nald Trump, will aus­sa­gen.

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