So gut lebt es sich in Deutsch­land

Platz fünf auf der UN-Rang­lis­te

Donau Zeitung - - Panorama - VON JAN DIRK HERBERMANN

Genf Im ho­hen Nor­den Eu­ro­pas, in Nor­we­gen, lebt es sich welt­weit am bes­ten. Das je­den­falls ha­ben Ex­per­ten der Ver­ein­ten Na­tio­nen er­mit­telt. Nor­we­gen be­legt den ers­ten Platz des UN-In­dex der mensch­li­chen Ent­wick­lung 2017 und bie­tet so­mit sei­nen Ein­woh­nern die höchs­te Le­bens­qua­li­tät. Der öl­rei­che skan­di­na­vi­sche Wohl­fahrts­staat glänzt seit Jah­ren als Spit­zen­rei­ter auf die­ser Län­der-Lis­te. Auf Platz zwei ran­giert 2017 die Schweiz. Dann fol­gen Aus­tra­li­en, Ir­land und auf Po­si­ti­on fünf Deutsch­land.

Ös­ter­reich kommt auf Rang 20, Lu­xem­burg fin­det sich auf dem 21. Platz, Frank­reich auf Rang 24. Er­stellt wird der In­dex vom Ent­wick­lungs­pro­gramm (UNDP). Des­sen Chef, der Deut­sche Achim St­ei­ner, prä­sen­tier­te die Er­geb­nis­se am Frei­tag in New York. Welt­weit sei ein Trend hin zu ei­ner ste­tig stei­gen­den Le­bens­qua­li­tät zu ver­zeich­nen, be­ton­te St­ei­ner. Die Grup­pe mit ei­ner sehr ho­hen mensch­li­chen Ent­wick­lung um­fas­se 59 Län­der und Ter­ri­to­ri­en, vor acht Jah­ren sei­en es nur 46 ge­we­sen.

An­de­rer­seits, so mach­te St­ei­ner klar, teil­ten zu vie­le Men­schen in zu vie­len Län­dern ein Schick­sal, das von Un­gleich­heit und ver­lo­re­nen Chan­cen ge­prägt sei. Drei ara­bi­sche Län­der, in de­nen be­waff­ne­te Kon­flik­te to­ben, schnei­den in dem Ran­king schwach ab: Die UNDP-Ex­per­ten po­si­tio­nie­ren Li­by­en auf Rang 108, Sy­ri­en fin­det sich auf Platz 155 und der Je­men ist auf dem In­dex das Land Num­mer 178. Die letz­ten fünf Plät­ze von 185 bis 189 be­le­gen Bu­run­di, Tschad, Süd­su­dan, die Zen­tral­afri­ka­ni­sche Re­pu­blik und als Schluss­licht Ni­ger. Die UNDP-Fach­leu­te be­wer­te­ten Da­ten aus 189 Län­dern und Ter­ri­to­ri­en.

Fol­gen­de in­ter­na­tio­nal ver­gleich­ba­re Kri­te­ri­en flie­ßen in die Be­wer­tung ein: die Le­bens­er­war­tung der Men­schen, das Bil­dungs­ni­veau und das Ein­kom­men. Der In­dex soll ein Maß für das „men­sch­li­che Wohl­er­ge­hen“dar­stel­len. Ob die Men­schen in Ni­ger am un­glück­lichs­ten und in Nor­we­gen am glück­lichs­ten sind, lässt das Ent­wick­lungs­pro­gramm aber of­fen. Die glück­lichs­ten Län­der fin­den sich im eben­falls jähr­lich er­schei­nen­den World Hap­pi­ness Report: Zu­letzt rück­te Finn­land auf die Top­po­si­ti­on der Glück­lich-Ta­bel­le. Ob bei der Le­bens­qua­li­tät oder beim Glück: Skan­di­na­vi­er ste­hen of­fen­bar ganz oben.

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