Donau Zeitung

Ver­gäng­lich­keit

Ein Ge­dicht von Hel­mut Wiest

- Stainz

Jun­ger Mann, jun­ges Mäd­chen – nut­ze Dei­ne Zeit!

Die Ta­ge, die Wo­chen, die Jah­re, sie flie­gen da­von, vor­bei – sei stets be­reit!

Nicht lan­ge und auch Du bist alt! Du lachst, Du glaubst es nicht? Schau hin­aus ins frü­he Mor­gen­licht, auf den See, die Wie­se und den Wald!

Wie der Frost, der Schnee glit­zert: Weiß, kalt, grau­sam und klar, auf dem Gras, das ges­tern noch grün war und das Vög­lein noch hat ge­zwit­schert, so herr­lich schön und wun­der­bar.

Jun­ger Mann, jun­ges Mäd­chen – ge­nie­ße das Le­ben! Den Re­gen­bo­gen, den Wind und die Son­ne, da­mit Du Dich spä­ter, im Al­ter, er­in­nerst an die Won­ne, wenn es dun­kel ist und kalt auf Dei­nen We­gen.

Es wä­re nicht gut, wenn al­les im­mer gleich blie­be. Pro­bie­re aus, sei mu­tig, geh auf­recht Dei­nen Weg und ver­giss das Wich­tigs­te im Le­ben nicht: Die Lie­be!

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