War­um sich spa­ren lohnt

Doch je­der Fünf­te kann nichts zu­rück­le­gen

Donauwoerther Zeitung - - Wirtschaft - Bonn

Et­wa je­der fünf­te Deut­sche kann nach ei­ge­nen An­ga­ben kein Geld zur Sei­te le­gen. Das geht aus ei­ner von der Post­bank ver­öf­fent­lich­ten Um­fra­ge zum Welt­spar­tag her­vor. Dem­nach ga­ben 20,1 Pro­zent der Be­frag­ten an, aus wirt­schaft­li­chen oder per­sön­li­chen Grün­den nichts spa­ren zu kön­nen. Die Quo­te ist laut Post­bank seit Jah­ren leicht rück­läu­fig. Da­bei be­ton­te die Bun­des­bank, dass sich Spa­ren trotz der Nied­rig­zin­sen lohnt.

Die tat­säch­li­chen (rea­len) Ren­di­te­ein­bu­ßen sind nach An­ga­ben der Bun­des­bank dank der eben­falls sehr mick­ri­gen In­fla­ti­on nicht so groß, wie man an­ge­sichts der nied­ri­gen Zin­sen den­ken könn­te. Denn der ge­rin­ge Preis­auf­trieb füh­re da­zu, dass die Ren­di­te auf ge­spar­tes Geld un­ter Be­rück­sich­ti­gung der In­fla­ti­on nicht so klein sei wie oft be­fürch­tet. Zum an­de­ren hiel­ten die Deut­schen ne­ben den ver­gleichs­wei­se ren­di­te­schwa­chen Bank­ein­la­gen auch ren­di­te­stär­ke­re An­la­ge­for­men wie Ak­ti­en, In­vest­ment­fonds oder Le­bens­ver­si­che­run­gen. So be­weg­te sich die rea­le Ren­di­te bei­spiels­wei­se bei Le­bens­ver­si­che­run­gen laut Bun­des­bank stets im po­si­ti­ven Be­reich. Seit 2012 sei sie we­gen der ge­sun­ke­nen In­fla­ti­ons­ra­te wie­der auf das Ni­veau der frü­hen 1990er und mitt­le­ren 2000er Jah­re ge­stie­gen. Noch grö­ßer ist die Ren­di­te bei Ak­ti­en.

Doch die über­gro­ße Mehr­heit der deut­schen Spa­rer setzt auf klas­si­sche Spar- und An­la­ge­for­men. Das be­sagt ei­ne Um­fra­ge des In­sti­tuts TNS Em­nid. Das Gi­ro­kon­to führ­te die Lis­te der be­lieb­ten In­stru­men­te mit 46,8 Pro­zent klar an, ge­folgt von Ta­ges­geld- (39,8 Pro­zent), Spar(33,3 Pro­zent) so­wie Fest­geld­kon­ten (22,9 Pro­zent). Da­nach folg­ten Le­bens­ver­si­che­run­gen (22,3 Pro­zent) und Bau­spar­ver­trä­ge (19,7 Pro­zent), die im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren al­ler­dings deut­lich an Zu­spruch ein­büß­ten. Nur 17,7 Pro­zent der Be­frag­ten in­ves­tier­ten Er­spar­nis­se in Ak­ti­en oder Fonds, die da­mit auf dem letz­ten Platz al­ler An­la­ge­for­men lan­de­ten. So­gar der An­teil de­rer, die ihr über­schüs­si­ges Geld lie­ber in bar zu Hau­se auf­be­wah­ren, war der Um­fra­ge zu­fol­ge mit 17,8 Pro­zent mi­ni­mal hö­her.

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