Schnel­les In­ter­net nicht über­all

Im weit­läu­fi­gen Bis­sin­gen ist der Aus­bau schwie­rig

Donauwoerther Zeitung - - Nachbarschaft - VON JU­LIA SEWERIN Bis­sin­gen

Für den Breit­band­aus­bau sol­len in Bis­sin­gen nicht nur Ka­bel­ver­zwei­ger auf­ge­stellt, son­dern auch Glas­fa­ser­ka­bel ver­legt wer­den – al­ler­dings nur in aus­ge­wähl­ten Ort­schaf­ten. Das sorgt für ein Ge­fühl der Un­gleich­heit, die nun The­ma bei ei­ner Ge­mein­de­rats­sit­zung war. Her­wig Röß­ner von der Breit­band­be­ra­tung Bay­ern stell­te ei­nen Ent­wurf vor, dem die Rä­te zu­stimm­ten und der nun als Grund­la­ge für die Aus­schrei­bung dient. Er gab bei sei­nen Aus­füh­run­gen zu: „Es wird ei­ne Un­gleich­heit ge­ben.“Die­se ist aber laut Bür­ger­meis­ter Micha­el Holzin­ger nicht zu ver­mei­den, denn die Ge­mein­de ha­be sich an die Be­din­gun­gen des För­der­pro­gramms zu hal­ten. Zum Bei­spiel, dass kein an­de­rer An­bie­ter be­reits vor Ort ist.

Ins­ge­samt muss Bis­sin­gen ei­ne Ei­gen­leis­tung von 1,28 Mil­lio­nen Eu­ro auf­brin­gen, um die ma­xi­ma­le För­de­rung von 70 Pro­zent zu be­kom­men. 50000 Eu­ro be­kommt die Ge­mein­de zu­dem aus der in­ter­kom­mu­na­len Zu­sam­men­ar­beit. Al­les, was dar­über hin­aus­geht, muss die Ge­mein­de laut Röß­ner selbst auf­brin­gen. Dies will der Bür­ger­meis­ter aber ver­hin­dern. „Wir wol­len das Best­mög­li­che für 18 Orts­tei­le, die sehr weit­läu­fig sind, fin­den“, sag­te Holzin­ger. Er ver­ste­he, dass mög­lichst al­le ei­ne Glas­fa­ser­lei­tung bis ins Haus ha­ben möch­ten, dies sei für das Geld aber nicht mög­lich.

Zu den Er­schlie­ßungs­ge­bie­ten, die ei­ne Glas­fa­ser­lei­tung be­kom­men, ge­hö­ren Ober­rin­gin­gen, Hoch­dorf, Zol­tin­gen, Lei­heim, Lei­ten­hof und Burg­ma­ger­bein. Hier wer­den die Men­schen mit 100 Me­ga­byte pro Se­kun­de sur­fen kön­nen. Bei al­len an­de­ren wer­den Ka­bel­ver­zwei­ger auf­ge­stellt. Die Bür­ger in die­sen Ge­bie­ten kön­nen nach dem Aus­bau mit ei­ner Leis­tung von 30 bis 50 Me­ga­byte rech­nen. Die Orts­tei­le Ober­ma­ger­bein, Tuif­städt, Bug­gen­ho­fen, Buch und Kö­merts­hof wer­den bei dem Aus­bau nicht be­rück­sich­tigt. Die­se wer­den laut Röß­ner nur mit­ver­sorgt, so­dass sie mit et­wa zehn (in Ober­ma­ger­bein) bis 23 (in Kö­merts­hof) Me­ga­byte sur­fen kön­nen. „Hier mit Ka­bel aus­zu­bau­en, lohnt sich nicht“, sag­te Holzin­ger. Al­lein der Aus­bau für die 38 Haus­hal­te, die in die­sen Ge­bie­ten an­ge­sie­delt sind, wür­de rund 300000 Eu­ro kos­ten und den fi­nan­zi­el­len Rah­men spren­gen. „Aber man hat sie nicht ver­ges­sen“, be­schwich­tig­te der Bür­ger­meis­ter. „Wir ha­ben hier den­noch ei­ne Ver­bes­se­rung.“In sie­ben Jah­ren wür­den sich auf­grund des Vek­to­rings die Wer­te zu­dem ver­dop­peln.

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