Zahl ent­spricht nicht der Rea­li­tät

Donauwoerther Zeitung - - An Donau, Lech Und Schmutter - Ka­ro­la Poh­le, Rain

Zum Ar­ti­kel „Kauf­er­leb­nis wird zum Fa­mi­li­en­fest“in der DZ vom 14. Ok­to­ber: Ich war sehr ver­blüfft, als ich im Ar­ti­kel las, dass Frau­en 36 St­un­den im Jahr auf­wen­den, um Le­bens­mit­tel, Klei­dung und sons­ti­ges ein­zu­kau­fen. Soll die­se Zahl hoch sein? Hat das je­mand mal nach­ge­rech­net? Der Au­tor ver­gleicht die­se Zahl mit Fuß­ball­spie­len. Hier möch­te ich na­tür­lich auch ein Vor­ur­teil ein­flie­ßen las­sen und stel­le mal fest, dass sich Män­ner mit ei­nem Zah­len­raum, der ab­weicht vom Fuß­ball­spiel (zehn Spie­ler, ei­ner im Tor und 90 Mi­nu­ten Spiel­dau­er) schon im­mer schwer ge­tan ha­ben, oder sel­ten den wö­chent­li­chen Ein­kauf für ei­ne mehr­köp­fi­ge Fa­mi­lie er­le­di­gen müs­sen.

Al­lein für den Ein­kauf der Le­bens­mit­tel be­nö­ti­ge ich pro Wo­che be­stimmt ei­ne St­un­de, und wir sind nur ein Zwei-Per­so­nen-Haus­halt. Auch sei an­ge­merkt, dass ich den Job schnell er­le­di­ge, weil mir das auf die Ner­ven geht. Das macht nach Adam Rie­se rund 50 St­un­den pro Jahr für Le­bens­mit­tel. Laut Stu­die braucht ei­ne Frau nur 36 St­un­den für al­les, die an­geb­li­chen so aus­ge­dehn­ten Ein­kaufs­tou­ren ein­ge­rech­net. Ich glau­be, we­der der Au­tor noch die hoch­be­zahl­ten Leu­te des Markt­for­schungs­in­sti­tu­tes ha­ben sich ein­mal kurz hin­ge­setzt und über die­se Zahl nach­ge­dacht. Das passt ein­fach nicht. Da hät­te ich viel Frei­zeit, wenn ich nur so we­nig Zeit für Ein­kau­fen auf­wen­den müss­te und könn­te mei­ne frei­en St­un­den für Fuß­ball­gu­cken ver­schwen­den.

Wir freu­en uns über je­de Zu­schrift, die sich mit der Zei­tung und ih­rem In­halt aus­ein­an­der­setzt. Die Ein­sen­der ver­tre­ten ih­re ei­ge­ne Mei­nung. Kür­zun­gen blei­ben in je­dem Fall vor­be­hal­ten.

Foto: Nit­sche

Beim B. H.-Clap in Rain gab es Neu­wah­len. Das Bild zeigt (von links) Eh­ren­vor­sit­zen­den Bru­no Schmel­cher, Han­nes Nit­sche, den neu­en Vor­sit­zen­den An­di Ber­ger, den­neu­en Bei­sit­zer Chris­toph Ernst und Zwei­ten Vor­sit­zen­den Her­bert Ch­mie­l­orz.

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