Ein Spiel­ab­bruch – meh­re­re Mei­nun­gen

Fuß­ball Schieds­rich­ter bricht die B-Klas­sen-Par­tie zwi­schen Brach­stadt und Fa­tih Spor Bäu­men­heim ab. Was bleibt, sind er­hitz­te Ge­mü­ter und ver­schie­de­ne An­sich­ten der Ge­scheh­nis­se

Donauwoerther Zeitung - - Sport Vor Ort - Tapf­heim-Brach­stadt (63.). (52.).

Der Spiel­ab­bruch in der B-Klas­sen-Par­tie zwi­schen der SpVgg Brach­stadt-Op­perts­ho­fen und Fa­tih Spor Bäu­men­heim er­hitz­te auch am Tag da­nach noch die Ge­mü­ter der Be­tei­lig­ten. „Es war ein­fach ner­vig!“Ro­land Büh­rin­ger kann die Ent­schei­dung von Schieds­rich­ter Karl-Heinz Müller ver­ste­hen, die Par­tie in der 75. Mi­nu­te ab­zu­bre­chen. „Es ist na­tür­lich scha­de, weil wir auf der Ge­win­ner­stra­ße wa­ren“, sagt der Spar­ten­lei­ter des gast­ge­ben­den Fuß­ball­ver­eins.

Der Un­par­tei­ische hat­te die Par­tie ab­ge­bro­chen, nach­dem es laut Büh­rin­ger „zu hit­zig“ge­wor­den war. Be­reits zur Pau­se hat­te Müller an­ge­kün­digt, Kon­se­quen­zen zu zie­hen, wenn sich die Zu­schau­er bei­der Teams nicht mä­ßi­gen und wei­ter stän­dig Kom­men­ta­re vom Spiel­feld­rand laut­stark äu­ßern wür­den. „Da­nach war es dann wirk­lich ru­hi­ger“, be­rich­tet Büh­rin­ger.

4:1 ha­be sein Team vor­ne ge­le­gen, al­ler­dings nach ei­ner Ro­ten Kar­te be­reits de­zi­miert. Nach dem Foul­spiel ei­nes Kes­sel­ta­ler Ak­teurs ha­be sein Ge­gen­spie­ler „zu ei­nem Schlag aus­ho­len“wol­len, sagt Büh­rin­ger. Trai­ner, Ab­tei­lungs­lei­ter und Spie­ler hät­ten ihn aber dar­an ge­hin­dert. Für den Schieds­rich­ter der end­gül­ti­ge An­lass, die Be­geg­nung mit der „Spiel­num­mer 66“früh­zei­tig zu be­en­den.

Auf der Bäu­men­hei­mer Sei­te sah man die Ge­scheh­nis­se an­ders. Trai­ner Ali Ne­vruz sagt, sein Spie­ler ha­be den Brach­städ­ter le­dig­lich um­ge­schubst. „Da­für hät­te er na­tür­lich die Ro­te Kar­te se­hen müs­sen“, gibt er zu. Das Spiel hät­te dann aber wei­ter­lau­fen kön­nen. „Da­nach sind sie­ben Brach­städ­ter Fans und zwei Ord­ner auf den Platz ge­stürmt und Schieds­rich­ter hat das Spiel so­fort ab­ge­bro­chen.“Wich­tig ist dem Trai­ner zu be­to­nen, dass „kein ein­zi­ger von den Bäu­men­hei­mer Fans auf den Ra­sen ge­stürmt ist“. Zu­mal die­se auf der an­de­ren Sei­te des Plat­zes ge­ses­sen hät­ten. Zu­dem hät­ten er und das Bäu­men­hei­mer Team den Schieds­rich­ter noch ge­schützt, als Brach­städ­ter den Un­par­tei­ischen zur Ka­bi­ne dräng­ten. Ne­vruz be­män­gelt die schwa­che Leis­tung des Schieds­rich­ters Müller, der das Spiel zu kei­ner Zeit un­ter Kon­trol­le ge­habt ha­be.

Der Un­par­tei­ische selbst nennt die Ro­te Kar­te ge­gen ei­nen Brach­städ­ter Spie­ler als Knack­punkt der Par­tie. Das be­rich­tet Hans Breu­er, stell­ver­tre­ten­der Schieds­rich­te­r­Ob­mann der Grup­pe Nord­schwa­ben, der mit Müller sprach und des­sen Spiel­be­rich­te ein­sah. „Nach der Ro­ten Kar­te in der 43. Mi­nu­te gab es of­fen­bar im­mer wie­der Foul­spie­le hin­ter dem Rü­cken von Karl-Heinz Müller und vie­le Be­schwer­den von Spie­lern. Er er­mahn­te dann die bei­den Spiel­füh­rer, ih­re Teams zur Ord­nung zu ru­fen und mach­te ih­nen klar, an­dern­falls das Spiel ab­zu­bre­chen“, sagt Breu­er. In der 75. Mi­nu­te sei­en dann Zu­schau­er aufs Spiel­feld ge­rannt, ob aus ei­nem oder bei­den La­gern, das wis­se Müller nicht. „Er fühl­te sich be­droht und hat dann ab­ge­bro­chen“, so Breu­er.

Drei zum Teil ver­schie­de­ne An­sich­ten auf ein Fuß­ball­spiel. Das letz­te Wort hat nun das Spiel­ge­richt. (bih, sut)

Spit­zen­spiel mit den bes­ten Tor­jä­gern

In der Kreis­klas­se Nord II läuft es für die Spiel­ver­ei­ni­gung Ried­lin­gen wie­der or­dent­lich. Nach ei­nem gu­ten Start in die Sai­son folg­te ein klei­ner Ab­fall auf Rang vier der Ta­bel­le. Doch nach zwei Sie­gen, wie dem jüngst er­kämpf­ten 4:3 ge­gen Wor­tels­ten, geht es für Ried­lin­gen wie­der der auf­wärts. Das Team hat sich Rang drei zu­rück­er­obert. Nur wei­ter nach vor­ne zu kom­men, dürf­te schwer wer­den. Denn Eg­gel­stet­ten und Mer­tin­gen sind ent­eilt. Ers­te­re lie­gen schwer ein­hol­ba­re elf Punk­te vor­aus auf Rang eins. Auch der FCM hat mit 25 Zäh­lern der­zeit sechs Punk­te Vor­sprung. Da müss­ten sich die bei­den schon meh­re­re Pat­zer leis­ten, da­mit ih­re Ver­fol­ger ei­ne Chan­ce be­kom­men.

Für das Team von Trai­ner Micha­el Jen­u­wein steht nun ein rich­ti­ger Kra­cher auf dem Pro­gramm. Am kom­men­den Sams­tag kommt es nicht nur zum Spit­zen­spiel zwi­schen Mer­tin­gen und Ried­lin­gen, son­dern auch zum Du­ell der bei­den bes­ten Tor­jä­ger. Fa­bi­an An­zen­ho­fer liegt nach sei­nem Hattrick in­ner­halb von nur 14 Mi­nu­ten ge­gen Mon­heim und sei­nem Aus­gleichs­tor am Sonn­tag mit neun To­ren nur noch ei­nen Tref­fer hin­ter Ste­fan Sping­ler aus Mer­tin­gen. (dz)

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Foto: Kaya

Schieds­rich­ter ha­ben es nicht im­mer leicht, ins­be­son­de­re nicht, wenn die Emo­tio­nen auf dem Platz hoch­ko­chen.

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