Wo Waf­fen­hil­fe Pflicht ist

Donauwoerther Zeitung - - Politik -

Deutsch­land be­tei­ligt sich nicht an den Luft­an­grif­fen der USA und meh­re­rer Ver­bün­de­ten auf die Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on Is­la­mi­scher Staat. Aber es hat die kur­di­schen Pe­schmer­ga-Kämp­fer im Nord­irak mit Waf­fen­lie­fe­run­gen un­ter­stützt. Das war und ist ein Akt der So­li­da­ri­tät mit den Kur­den, die – eben­so wie an­de­re re­li­giö­se und eth­ni­sche Grup­pen in die­ser Re­gi­on – von den IS-Scher­gen an­ge­grif­fen wer­den. Die­se Is­la­mis­ten schre­cken vor kei­ner Bru­ta­li­tät zu­rück, sie mor­den, plün­dern und ver­ge­wal­ti­gen. Wenn deut­sche Waf­fen­hil­fe da­zu bei­trägt, dass sich be­droh­te Volks­grup­pen ge­gen sol­che Gräu­el weh­ren kön­nen, dann wird die Un­ter­stüt­zung zur Pflicht.

Hin­zu kommt, dass Flucht­ur­sa­chen be­kämpft wer­den, wenn die Kur­den im Nord­irak si­cher le­ben kön­nen. Deut­sches En­ga­ge­ment min­dert da­mit auch den Flücht­lings­druck auf Eu­ro­pa und trägt zur Prä­ven­ti­on ge­gen Ter­ror­an­schlä­ge in der west­li­chen Welt bei.

Die Kur­den soll­ten da­her wei­ter deut­sche Waf­fen er­hal­ten. Zwar be­steht, ähn­lich wie bei kom­mer­zi­el­len Rüs­tungs­ex­por­ten, das Ri­si­ko, dass Waf­fen in fal­sche Hän­de ge­ra­ten kön­nen. Das ha­ben die ISTer­ro­ris­ten ge­zeigt, die gan­ze Ar­sena­le der re­gu­lä­ren ira­ki­schen Ar­mee plün­dern konn­ten. Bei den Pe­schmer­ga ist ih­nen das aber nicht ge­lun­gen.

Die­se mu­ti­gen Kämp­fer ver­die­nen Un­ter­stüt­zung. Zu­mal sie, wie Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en rich­tig sagt, stell­ver­tre­tend auch für uns kämp­fen.

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