Ve­nus und Mars wer­den ein Paar

As­tro­no­mie Die bei­den Nach­bar­pla­ne­ten tref­fen sich im No­vem­ber. An ei­nem Tag ge­sellt sich auch der Mond da­zu

Donauwoerther Zeitung - - Bayern | Sternenhimmel - Stuttgart Stern­war­te Oberallgäu Stern­war­te Vio­lau Volks­stern­war­te Die­dorf Volks­stern­war­te und Pla­ne­ta­ri­um Streit­heim, Volks­stern­war­te Gund­rem­min­gen

Nach­dem sich Sa­turn vom Nacht­him­mel zu­rück­ge­zo­gen hat, bleibt der Abend­him­mel im No­vem­ber oh­ne hel­le Pla­ne­ten. Der Ring­pla­net wird von der Son­ne ver­folgt, die ihn En­de No­vem­ber ein­holt. Er hält sich so­mit am Tag­him­mel auf und bleibt nachts un­be­ob­acht­bar un­ter dem Ho­ri­zont. Erst An­fang Ja­nu­ar 2016 wird sich Sa­turn wie­der am Mor­gen­him­mel zei­gen. Die Son­ne strebt der Win­ter­son­nen­wen­de ent­ge­gen. Ih­re Mit­tags­hö­he nimmt um sie­ben Grad ab, die Ta­ges­län­ge schrumpft um rund ei­ne St­un­de und zwan­zig Mi­nu­ten.

Am Abend­him­mel sind le­dig­lich die son­nen­fer­nen Pla­ne­ten Ura­nus und Nep­tun ver­tre­ten. Der grün­li­che Ura­nus hält sich im Stern­bild Fi­sche auf, der bläu­li­che Nep­tun ist im Stern­bild Was­ser­mann zu fin­den. We­gen ih­ren gro­ßen Son­nen­dis­tan­zen sind bei­de Pla­ne­ten mit blo­ßen Au­gen nicht zu se­hen. Um sie zu er­spä­hen, ist ein licht­star­kes Fern­glas oder ein Te­le­skop er­for­der­lich.

Drei hel­le Pla­ne­ten schmü­cken den Mor­gen­him­mel: Ve­nus, Mars und Ju­pi­ter. Bei wei­tem am hells­ten strahlt Ve­nus. Auch Ju­pi­ter im Stern­bild Lö­we leuch­tet auf­fäl­lig hell. Am licht­schwächs­ten er­scheint der röt­li­che Mars. Er ist aber den­noch gut zu se­hen. Sei­ne Hel­lig­keit nimmt im Lau­fe des No­vem­bers

Knot­ten­ried/Berg­stät­te, Im­men­stadt. Öf­fent­li­che Him­mels­be­ob­ach­tun­gen fin­den nur noch an be­stimm­ten Frei­ta­gen statt, die­se sind auf der In­ter­net­sei­te un­ter „Ka­len­der“zu fin­den. Öff­nungs­zei­ten wäh­rend der Som­mer­zeit ab Ein­bruch der Dun­kel­heit, No­vem­ber bis März ab 20 Uhr. Tel. 0 83 23/60 98 05; www.stern­war­te-oberallgäu.de

(Bru­der-Klaus­Heim, Ju­gen­der­ho­lungs- und Bil­dungs­stät­te der Diö­ze­se Augs­burg). Ter­mi­ne nach Ver­ein­ba­rung, für Schul­klas­sen auch tags­über. An­mel­dung und leicht zu. Im Mai nächs­ten Jah­res wird der kal­te Wüs­ten­pla­net zu ei­nem auf­fäl­li­gen Ge­stirn und fast so In­for­ma­ti­on un­ter Tel. 0 82 95/8 40 oder 0 82 95/10 97

(Schu­le an der Pes­ta­loz­zi­stra­ße), be­trie­ben von der As­tro­no­mi­schen Ver­ei­ni­gung Augs­burg. Ge­öff­net: Frei­tags ab 20 Uhr. Aus­künf­te und An­mel­dung für Son­der­füh­run­gen un­ter Tel. 0 82 38/73 44 wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten. www.stern­war­te-die­dorf.de

(Milch­stra­ße 1, 88471 Laupheim). Pla­ne­ta­ri­um: Mitt­woch und Frei­tag (19.30 Uhr), Sams­tag (19 und wie Ju­pi­ter wer­den. Am 21. No­vem­ber pas­siert Mars sei­nen son­nen­ferns­ten Bahn­punkt, das Aphel, Uhr), Sonn-/Fei­er­tag (14.30 und 16 Uhr). Stern­war­te: ge­öff­net bei kla­rem Wet­ter, fei­er­tags ge­schlos­sen. Be­ob­ach­tungs­aben­de: Mitt­woch und Frei­tag ab 20 Uhr (Ok­to­ber bis März), Son­nen­be­ob­ach­tun­gen: Sonn­tag 15 bis 17 Uhr (April bis Sep­tem­ber). Kin­der­pro­gramm „Ein­mal Plu­to und zu­rück“je­den ers­ten Sonn­tag im Mo­nat ab 13.30 Uhr (sie­he Home­page). An­mel­dun­gen un­ter 0 73 92/9 10 59. www.pla­ne­ta­ri­um-laupheim.de

Bgm.-Ha­sel-Stra­ße 17. Öff­nungs­zei­ten: Frei­tag (19.30 Uhr). wo­bei ihn gut 249 Mil­lio­nen Ki­lo­me­ter von der Son­ne tren­nen. Das Son­nen­licht be­nö­tigt so­mit knapp vier­zehn Mi­nu­ten, um den ro­ten Pla­ne­ten zu er­rei­chen.

Gleich zu Mo­nats­be­ginn kommt es zu ei­ner en­gen Be­geg­nung un­se­rer bei­den Nach­bar­pla­ne­ten. Ve­nus zieht am 3. knapp süd­lich an Mars vor­bei. Ein be­son­ders hüb­scher Him­mel­s­an­blick er­gibt sich am 7. No­vem­ber, wenn sich die Si­chel des ab­neh­men­den Mon­des zu Mars und Ve­nus ge­stellt. Die bes­te Be­ob­ach­tungs­zeit ist von 5 Uhr bis 6 Uhr mor­gens. Ei­nen Tag vor­her wan­dert der ab­neh­men­de Mond be­reits am Ju­pi­ter vor­bei. Das kos­mi­sche Schau­spiel ist am Ost­him­mel in mitt­le­rer Hö­he zu ver­fol­gen.

Mit den Stern­schnup­pen des Leo­ni­den­schwarms ist von Mit­te bis En­de No­vem­ber zu rech­nen. Die Leo­ni­den­me­teo­re tre­ten am Mor­gen­him­mel in Ak­ti­on. Ihr Aus­strah­lungs­punkt liegt rund zehn Grad öst­lich von Re­gu­lus, dem Haupt­stern des Lö­wen. Das Ma­xi­mum der Leo­ni­den­ak­ti­vi­tät ist in der Nacht vom 17. auf 18. No­vem­ber ge­gen 3 Uhr zu er­war­ten. Das Er­schei­nen der Leo­ni­den geht auf den Ko­me­ten 55P/Tem­pel-Tut­tle zu­rück. In man­chen Jah­ren wa­ren die Leo­ni­den be­son­ders ak­tiv - weil die Er­de al­le 33 Jah­re mit dem Zen­hell Aus­künf­te und An­mel­dun­gen un­ter 0 83 32/9 36 60 58; www.av­so.de

(Be­su­cher­ein­gang Lud­wig­s­tr. 14). Vor­füh­run­gen Di­ens­tag, Mitt­woch, Don­ners­tag: 15 Uhr; Frei­tag: 15 Uhr, 19.30 Uhr und 21 Uhr; Sams­tag: 13.30 Uhr, 15 Uhr, 16.30 Uhr, 18 Uhr, 19.30 Uhr, 21 Uhr; Sonn­tag: 13.30 Uhr, 15 Uhr, 16.30 Uhr, 18 Uhr, 19.30 Uhr; Ver­an­stal­tun­gen für Schu­len und Kin­der­gär­ten nach Vor­an­mel­dung: Mon­tag bis Frei­tag 8.30 Uhr, 10 Uhr, 11.30 Uhr und 13 Uhr. Te­le­fon 08 21/3 24 67 62. Kar­ten20.15 trum der Leo­ni­den-Trüm­mer­wol­ke kol­li­diert. In die­sem Jahr ist aber le­dig­lich mit zwan­zig Me­teo­ren pro St­un­de zu rech­nen, dar­un­ter al­ler­dings recht hel­le Ex­em­pla­re.

Am 7. er­reicht der Mond mit 405 720 Ki­lo­me­ter sei­ne größ­te Erd­fer­ne. Ne­u­mond tritt vier Ta­ge spä­ter, am 11. um 18.47 Uhr ein. Voll­mond wird am 25. um 23.44 Uhr er­reicht, wo­bei der hell­glän­zen­de Mond vor dem Stern­hau­fen der Hya­den im Stier steht. Im Lau­fe der Nacht nä­hert er sich dem oran­gen Stern Al­de­ba­ran. Zwei Ta­ge vor Voll­mond kommt der Mond mit 362 820 Ki­lo­me­ter in Erd­nä­he.

Die Bil­der Kas­sio­peia, An­dro­me­da, Pe­ga­sus, Per­seus und Widder ste­hen hoch im Sü­den und prä­gen den ty­pi­schen Herbst­cha­rak­ter des Fix­stern­him­mels. Im Os­ten kün­digt sich der Win­ter durch ei­ne Rei­he hel­ler Ster­ne an - al­len vor­an Ka­pel­la im Fuhr­mann. Die gelb­li­che Dop­pel­son­ne steht hoch im Nord­os­ten, ihr Licht ist 42 Jah­re durch die Fins­ter­nis des Wel­talls zu uns un­ter­wegs. Als wei­te­re hel­le Ster­ne schmü­cken Al­de­ba­ran im Stier, Be­tei­geu­ze und Ri­gel im Ori­on so­wie Kas­tor und Pol­lux in den Zwil­lin­gen den Ost­him­mel. Ein­zig der bläu­li­che Si­ri­us, hells­ter Stern am ir­di­schen Fir­ma­ment, ist um zehn Uhr abends noch nicht auf­ge­gan­gen.

Im Stern­bild An­dro­me­da er­kennt man in dunk­ler, kla­rer Nacht weit­ab stö­ren­der ir­di­scher Licht­quel­len ein

Stern­war­ten und Pla­ne­ta­ri­en in der Re­gi­on

Wei­ler­hof­stra­ße 21, 86441 Streit­heim (Markt Zus­mar­shau­sen, Land­kreis Augs­burg), re­gel­mä­ßi­ge Öff­nungs­zei­ten und Füh­run­gen für al­le Al­ters- und In­ter­es­sens­grup­pen; An­mel­dun­gen: in­fo@volks­stern­war­te­streit­heim.de, Tel. 0 82 36/96 21 49, www.volks­stern­war­te-streit­heim.de

(Ge­schäfts­stel­le Alois-Rei­ner-Str. 15b). Be­ob­ach­tungs­aben­de bei gu­tem Wet­ter je­den Di­ens­tag. Ok­to­ber bis März um 19.30 Uhr. Grup­pen­füh­run­gen nach Ver­ein­ba­rung un­ter 0 82 41/79 24; www.as­tro­no­mie­buch­loe.de

(beim Wert­stoff­hof), Öff­nungs­zei­ten: Frei­tag bei kla­rem Him­mel, Ok­to­ber bis März ab 20 Uhr. Son­nen­be­ob­ach­tung: je­den ers­ten Sonn­tag im Mo­nat von 14 bis 15 Uhr. Te­le­fon: 0 82 21/3 31 22 oder 0 82 21/53 81, www.volks­stern­war­te-gund­rem­min­gen.de

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