Tor­li­ni­en­tech­nik ein­mal an­ders

Donauwoerther Zeitung - - Sport -

Über die Pro­fis in der Fuß­bal­lBun­des­li­ga wacht seit ei­ni­gen Mo­na­ten das Hawk Eye. Die aus dem Ten­nis be­kann­te High­tech­Kon­trol­le mit al­ler­lei Ka­me­ras rund um die Are­na soll da­für sor­gen, dass re­gu­lä­re To­re auch an­er­kannt wer­den, wenn das men­sch­li­che Au­ge des Schieds­rich­ters ein­mal ver­sagt.

Ein akus­ti­sches Si­gnal teilt dem Mann mit der Pfei­fe mit, wenn die elek­tro­ni­schen Hel­fers­hel­fer fest­ge­stellt ha­ben, dass der Ball die Tor­li­nie über­schrit­ten hat. Die Feh­ler­to­le­ranz be­trägt nur ei­ni­ge we­ni­ge Mil­li­me­ter.

Das neue Sys­tem war nicht ganz bil­lig, aber Pro­fi­fuß­ball ist ein pro­fi­ta­bles Ge­schäft, in dem ein Tref­fer mehr oder we­ni­ger enor­me fi­nan­zi­el­le Kon­se­quen­zen ha­ben kann.

Bei den Ama­teu­ren sieht die Tor­li­ni­en­tech­nik noch an­ders aus, ei­ne ganz be­son­de­re Va­ri­an­te hat sich der neue Platz­wart des Kreis­li­gis­ten TuS Schwarz-Weiß En­zen (Schaum­burg/Nie­der­sach­sen) aus­ge­dacht. Als er mit sei­ner Krei­de­ma­schi­ne das Spiel­feld mar­kier­te, mach­te er ei­nen kräf­ti­gen Bo­gen um die Tor­pfos­ten (sie­he Bild un­ten). Als Grund nann­te er ei­ne ka­put­te Pum­pe???

Für den Schieds­rich­ter war das „krum­me Ding“kein Pro­blem. Er pfiff die Par­tie ge­gen die FSG Poll­ha­gen-Nord­sehl/Lau­en­ha­gen den­noch an. En­zen ge­wann mit 2:1 – vi­el­leicht lag es dar­an, dass die Gäs­te die un­ge­wöhn­li­che Li­ni­en­füh­rung der­art ver­wirrt hat­te, dass sie den di­rek­ten Weg zum Tor ein­fach zu sel­ten fan­den. Die FSG hat je­doch kein Ver­ständ­nis für die künst­le­ri­sche Ader des Platz­warts aus En­zen und leg­te Pro­test ge­gen die Wer­tung der Par­tie ein. Hu­mor sieht an­ders aus.

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