Mu­sik zwi­schen Him­mel und Er­de

Kon­zert Mer­tin­ger Blä­ser­quin­tett glänzt mit neu­er Be­set­zung und mit neu­em Na­men

Donauwoerther Zeitung - - Blickpunkt Kultur - Mer­tin­gen

Fei­er­li­che Mu­sik und ein ro­man­ti­sches Lich­ter­meer, be­ste­hend aus un­zäh­li­gen Ker­zen, er­war­te­te die über hun­dert Be­su­cher am Kon­zert­abend des Blech­blä­ser­en­sem­bles Im­bras­si­vo in der Ba­rock­kir­che St. Mar­tin in Mer­tin­gen.

Mit der im­po­san­ten Fan­fa­re aus dem Mo­nu­men­tal­film „Ben Hur“er­öff­ne­te das neu for­mier­te Mer­tin­ger Blech­blä­ser­en­sem­ble ein­drucks­voll sein abend­li­ches Kir­chen­kon­zert, wel­ches un­ter dem viel­ver­spre­chen­den Mot­to „Mu­sik zwi­schen Him­mel und Er­de“stand.

Be­reits beim fol­gen­den Stück „Can­zon du­o­de­ci­mi to­ni“des ve­ne­zia­ni­schen Kom­po­nis­ten Gio­van­ni Ga­b­rie­li hol­ten sich die fünf Mu­si­ker Ger­hard Hie­ger (Trom­pe­te), Kath­rin Schwei­ho­fer (Trom­pe­te), An­ja Bar­fü­ßer (Horn), Veit Megg­le (Po­sau­ne) und Gün­ter Au­mil­ler (Tu­ba) tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung von Andrea Megg­le, die das En­sem­ble meis­ter­haft da­bei wie auch bei ei­ni­gen wei­te­ren Kon­zert­ti­teln an der erst kürz­lich re­stau­rier­ten Kir­chen­or­gel be­glei­te­te. Bei­de, Quin­tett und Or­ga­nis­tin, lu­den auf ei­ne mu­si­ka­li­sche Zei­t­rei­se ein, und wuss­ten das Pu­bli­kum zu über­zeu­gen.

So­wohl Klang, Tech­nik als auch die Stü­cke­aus­wahl über­tra­fen sämt­li­che Er­war­tun­gen. Mit dem Kon­zert­mot­to „Mu­sik zwi­schen Him­mel und Er­de“wur­de dem Zu­hö­rer ein ro­ter Fa­den und da­mit ei­ne mu­si­ka­li­sche Stil­rich­tung vor­ge­zeich­net.

Und so wur­den bril­lant im Schwer­punkt ba­ro­cke Meis­ter­wer­ke be­kann­ter Kom­po­nis­ten wie W.A. Mo­zart (Ave ver­um cor­pus, Al­le­lu­ja a. Exul­ta­te ju­bi­la­te), G. F. Hän­del (Der Mes­si­as), A. Cam­pra (Ri­gaudon), M. Prae­to­ri­us (Vol­te aus Dan­ces from Ter­p­si­cho­re), T. Du­bo­is (Toc­ca­ta in G-Dur), G. Buo­na­men­te (So­na­ta) prä­sen­tiert. Ei­ne be­son­ders emo­tio­na­le At­mo­sphä­re ent­stand bei ru­hi­gen Stü­cken wie Bach´s „Je­sus blei­bet mei­ne Freu­de“und dem „Ca­non“von Jo­hann Pa­chel­bel. Ei­nen Hö­he­punkt stell­te an der Or­gel die zeit­ge­nös­si­sche Kom­po­si­ti­on „High­land Ca­the­dral“dar, wel­ches äu­ßerst ein­fühl­sam von Andrea Megg­le in­ter­pre­tiert wur­de und fest­lich durch drei Sät­ze aus Hän­del´s „Was­ser­mu­sik“(Trum­pet Mi­nu­et, Bour­rée, Mar­che) im Wech­sel­spiel von Blä­sern und Or­gel ab­ge­löst wur­de. Und wie­der ein­mal mehr, stell­ten die Mu­si­ker un­ter Be­weis, wie gut die bei­den In­stru­men­ten­grup­pen mit­ein­an­der har­mo­nie­ren. Be­geis­tert und mit gro­ßem Bei­fall ent­ließ das Pu­bli­kum nach zwei wei­te­ren Zu­ga­ben die Künst­ler.

Die ge­lun­ge­ne De­büt­ver­an­stal­tung lässt die Zu­hö­rer von Im­bras­si­vo und Megg­le auf ei­ne bal­di­ge Fort­set­zung der Kon­zert­rei­he hof­fen. (dz)

Foto: Veit Megg­le

Die Mu­si­ker von im­bras­si­vo zu­sam­men mit der Or­ga­nis­tin: (von links) An­ja Bar­fü­ßer, Ger­hard Hie­ger, Kath­rin Schwei­ho­fer, Andrea Megg­le, Veit Megg­le und Gün­ter Au­mil­ler.

Stadt­ka­pell­meis­ter Jo­sef Basting.

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