Sö­der sieht „ech­te Ko­ali­ti­ons­kri­se“

Asyl-De­bat­te CSU-Po­li­ti­ker warnt da­vor, Stamm­wäh­ler zu ver­prel­len

Donauwoerther Zeitung - - Erste Seite -

Berlin We­ni­ge Ta­ge vor dem Spit­zen­tref­fen von CDU, CSU und SPD zur Flücht­lings­kri­se hat der baye­ri­sche Fi­nanz­mi­nis­ter Mar­kus Sö­der (CSU) von ei­ner „ech­ten Ko­ali­ti­ons­kri­se“ge­spro­chen. Den Zu­stand der Uni­on be­schrieb Sö­der mit dra­ma­ti­schen Wor­ten: Es han­de­le sich „im Ver­hält­nis zwi­schen CDU und CSU um die schwie­rigs­te Si­tua­ti­on seit 1976“, sag­te er. Sö­der spiel­te da­mit auf den spek­ta­ku­lä­ren Be­schluss der CSU un­ter Franz Jo­sef Strauß an, die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft mit der CDU im Bun­des­tag zu be­en­den.

Nach Ein­schät­zung von Sö­der geht es im Um­gang mit der Flücht­lings­kri­se „um die Kern­kom­pe­tenz der Uni­on: In­ne­re Si­cher­heit und Rechts­staat“. Und Sö­der warn­te: Wer glau­be, Ge­ne­ra­tio­nen von Stamm­wäh­lern igno­rie­ren zu kön­nen, set­ze die struk­tu­rel­le Mehr­heits­fä­hig­keit der Uni­on aufs Spiel.

Ei­nen Be­richt der Bild-Zei­tung, wo­nach CSU-Chef Horst See­ho­fer als letz­ten Aus­weg ei­nen Rück­zug der CSU-Mi­nis­ter aus dem Bun­des­ka­bi­nett er­wä­ge, de­men­tier­te See­ho­fer nicht – zu „ein­zel­nen Spe­ku­la­tio­nen“sa­ge er nichts. CSU-Lan­des­grup­pen­che­fin Ger­da Has­sel­feldt mein­te da­zu aber: „We­der die Auf­kün­di­gung der Frak­ti­ons­ge­mein­schaft noch der Ab­zug der CSUMi­nis­ter aus der Bun­des­re­gie­rung sind da­bei hilf­rei­che Op­tio­nen. Des­halb er­wägt das auch nie­mand.“

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