Ein Ur­teil für Gas­kun­den

Ver­brau­cher kön­nen Geld zu­rück­for­dern

Donauwoerther Zeitung - - Wirtschaft - Karls­ru­he

Haus­hal­te mit so­ge­nann­ter Gas­grund­ver­sor­gung ha­ben bun­des­weit An­spruch auf ei­ne teil­wei­se Rück­zah­lung von Gas­preis­er­hö­hun­gen. Dies trifft auf so­ge­nann­te Ta­rif­kun­den zu, die von Ener­gie­ver­sor­gern nicht zu­vor über die Grün­de für die Preis­er­hö­hun­gen in­for­miert wor­den wa­ren, ent­schied der Bun­des­ge­richts­hof (BGH).

Die Ener­gie­ver­sor­ger durf­ten dem­nach nur ei­ge­ne Kos­ten­er­hö­hun­gen wei­ter­ge­ben. Sie müs­sen Preis­auf­schlä­ge aus Pro­fit­grün­den zu­rück­er­stat­ten. Ta­rif­kun­den sind Kun­den mit eher ge­rin­gem Ver­brauch. (Az. VIII ZR 158/11 und VIII ZR 13/12) Das Ge­richt setz­te da­mit ei­ne Ent­schei­dung des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs um. Er hat­te die Er­hö­hung von Gas- und Strom­prei­sen oh­ne vor­he­ri­ge Be­grün­dung für un­zu­läs­sig er­klärt: Da­mit Kun­den ge­gen Preis­er­hö­hun­gen kla­gen kön­nen, müss­ten sie „recht­zei­tig vor dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung über de­ren An­lass, Vor­aus­set­zun­gen und Um­fang in­for­miert wer­den“. Karls­ru­he räum­te den Ta­rif­kun­den nun ei­ne drei­jäh­ri­ge Wi­der­spruchs­frist zu nicht vor­ab be­grün­de­ten Preis­er­hö­hun­gen ein. (afp)

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