Deer­hun­ter mit neu­er Leich­tig­keit

Donauwoerther Zeitung - - Feuilleton -

Deer­hun­ter aus At­lan­ta im US-Bun­des­staat Geor­gia sind ei­ne wi­der­sprüch­li­che Band. Zum ei­nen die wun­der­bar ein­gän­gi­gen Songs zwi­schen Ga­ra­gen­rock und den Beat­les, die fast ver­ges­sen las­sen, dass die gro­ße In­die-Par­ty schon seit zehn Jah­ren vor­bei ist. Zum an­de­ren der dür­re Front­mann der Band, Brad­ford Cox, der sein schwie­ri­ges Ver­hält­nis zu sich selbst – er lei­det an ei­ner erb­li­chen Mus­kel­schwä­che­krank­heit – ger­ne in den Tex­ten und auf der Büh­ne aus­lebt. Auf „Fa­ding Fron­tier“fällt der Kon­trast mil­der aus: Cox scheint sich mit sei­nem Le­ben ar­ran­giert zu ha­ben, und mu­si­ka­lisch ha­ben Deer­hun­ter den Le­der­ja­cken­rock des Vor­gän­gers „Mo­no­ma­nia“in den Schrank ge­hängt. Statt­des­sen knüpft die Band mit den über­ra­schend leicht­fü­ßi­gen, manch­mal et­was psy­che­de­li­schen Songs an ihr bis­lang bes­tes Werk „Hal­cyon Di­gest“an. Und sie traut sich was: Die Sing­le „Sna­kes­kin“zeigt Deer­hun­ter fun­ky wie nie. (mgo) *****

(Beg­gars Group/In­di­go)

Deer­hun­ter: Fa­ding Fron­tier

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