„Mein Kampf“auch in der Schu­le?

Donauwoerther Zeitung - - Bayern -

München Die kom­plet­te kom­men­tier­te Aus­ga­be von Adolf Hit­lers Hetz­schrift „Mein Kampf“soll nach An­sicht von Bay­erns Kul­tus­mi­nis­ter Lud­wig Spa­en­le (CSU) nicht im Schul­un­ter­richt ver­wen­det wer­den. „Das im Un­ter­richt als un­mit­tel­ba­res Lehr­mit­tel ein­zu­set­zen, hal­te ich für schwer prak­ti­ka­bel.“Er sprach sich ges­tern im Bil­dungs­aus­schuss des Land­tags da­für aus, nur Aus­zü­ge aus der kom­men­tier­ten Fas­sung von Hit­lers Hetz­schrift, die das In­sti­tut für Zeit­ge­schich­te (IfZ) im ver­gan­ge­nen Jahr auf den Markt ge­bracht hat­te, als Qu­el­len im Ge­schichts­un­ter­richt zu nut­zen.

Spa­en­le stell­te da­zu ein The­men­heft der Lan­des­zen­tra­le für po­li­ti­sche Bildung vor. Der Ti­tel: „,Mein Kampf‘ in der his­to­risch-po­li­ti­schen Bildung.“Der Mi­nis­ter er­klär­te: „Es ist oh­ne Zwei­fel so, dass für das per­ver­se und kru­de Welt­bild des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus ,Mein Kampf‘ ei­ne wich­ti­ge Qu­el­le ist.“Er be­ton­te aber, dass die Nut­zung die­ser Qu­el­le ein­ge­bet­tet sein müs­se in ei­ne um­fas­sen­de Be­schäf­ti­gung mit dem Ho­lo­caust. „Wir wer­den den zeit­ge­schicht­li­chen Un­ter­richt nicht völ­lig auf den Kopf stel­len.“

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