Wer nicht aus­zieht, muss mehr zah­len

Donauwoerther Zeitung - - Wirtschaft -

Ge­kün­dig­te Mie­ter, die trotz­dem nicht aus­zie­hen, müs­sen für die­se Mo­na­te mit ei­ner saf­ti­gen Nach­zah­lung rech­nen. Der Ver­mie­ter darf nach ver­stri­che­ner Frist laut Ge­setz die orts­üb­li­che Mie­te an­set­zen – und Maß­stab sind da­bei Neu­ver­mie­tun­gen, wie der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) mit ei­nem am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Ur­teil ent­schie­den hat. In dem Fall ging es um die Mie­te für ein Ein­fa­mi­li­en­haus in Mün­chen. Die Ver­mie­ter hat­ten Ei­gen­be­darf an­ge­mel­det und zu En­de Ok­to­ber 2011 ge­kün­digt. Die Mie­ter ga­ben die Woh­nung aber erst ein­ein­halb Jah­re spä­ter zu­rück. Mie­te und Heiz­kos­ten zahl­ten sie in die­ser Zeit wie zu­vor wei­ter. Nun müs­sen sie et­wa 7300 Eu­ro nach­zah­len. Dass der Ver­mie­ter das Haus gar nicht wei­ter­ver­mie­ten, son­dern in der Fa­mi­lie nut­zen woll­te, spielt kei­ne Rol­le.

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