Das woll­te Je­sus nicht

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zum Leitartikel „Die Bi­schö­fe ma­chen ei nen klei­nen Schritt in die rich­ti­ge Rich tung“von Da­ni­el Wir­sching vom 3. Fe bru­ar und dem Le­ser­brief „Kein Weg zum Sa­kra­ment“vom 6. Fe­bru­ar: Wenn je­mand sich schon an­maßt, über an­de­re zu ur­tei­len, dann müss­te er sich zu­erst ein­mal fra­gen: Was woll­te Je­sus ei­gent­lich? Woll­te er, dass wir Chris­ten die be­frei­en­de Bot­schaft des Evan­ge­li­ums wie Ver­pa­ckungs­künst­ler ein­pa­cken in ei­ne Hül­le von Vor­schrif­ten und Ge­set­zen, dass wir die Freu­de an un­se­rem Glau­ben ein­wi­ckeln in ein stei­fes und hu­mor­lo­ses La­men­tie­ren und Bes­ser­wis­sen und aus Angst, et­was falsch zu ma­chen, Be­geis­te­rung und Le­ben­dig­keit un­ter­drü­cken? Ha­ben die­se Ewig­gest­ri­gen noch nie ge­hört, dass Je­sus sag­te: Das Ge­setz ist für den Men­schen da, nicht der Mensch für das Ge­setz!

Und über je­dem Ge­setz steht im­mer noch die Lie­be. Die Lie­be ist das Höchs­te, so Je­sus, und da­zu ge­hört die Barm­her­zig­keit.

Os­kar Schnei­der, Pfar­rer i. R., Füs­sen

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