See­ho­fer stimmt für St­ein­mei­er

SPD-Po­li­ti­ker spricht im Land­tag

Donauwoerther Zeitung - - Bayern -

Mün­chen We­ni­ge Ta­ge vor der Bun­des­prä­si­den­ten­wahl am kom­men­den Sonn­tag hat sich CSU-Chef Horst See­ho­fer noch­mals klar zum ge­mein­sa­men Kan­di­da­ten von Uni­on und SPD, Frank-Wal­ter St­ein­mei­er, be­kannt. „Ich wer­de ihn wäh­len, und ich wer­de auch mei­nen po­li­ti­schen Freun­den emp­feh­len, ihn zu wäh­len, und zwar aus Über­zeu­gung“, sag­te der baye­ri­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent im Land­tag in Mün­chen. Dort war St­ein­mei­er zu Gast – auf Ein­la­dung der SPD-Frak­ti­on.

St­ein­mei­er wer­de das Amt mit Sta­tur und Wür­de und mit ho­her Qua­li­tät fort­füh­ren, sag­te See­ho­fer. Das sei das Wich­tigs­te. Zu­dem sei er er­fah­ren im In- und Aus­land, ein Mann des Aus­gleichs. St­ein­mei­er wer­de sei­nen Bei­trag leis­ten, um zu hel­fen, die Spal­tung der Ge­sell­schaft zu über­win­den und den Zu­sam­men­halt zu för­dern. St­ein­mei­er ver­sprach, er wol­le ein „Mut­ma­cher“sein. „Wir ha­ben die Kraft, uns aus Kri­sen zu be­frei­en.“Die De­mo­kra­tie in Deutsch­land ru­he auf ei­nem sta­bi­len Fun­da­ment. Man müs­se aber auf­pas­sen, dass die­ses Fun­da­ment nicht ins Rut­schen kom­me. „Ich ma­che mir Sor­gen um ei­ne Ge­sell­schaft, die sich zu­neh­mend in Echo­kam­mern zu­rück­zieht“, sag­te der ehe­ma­li­ge Au­ßen­mi­nis­ter mit Blick auf so­zia­le Netz­wer­ke im In­ter­net, „wo die Gren­ze zwi­schen Sag­ba­rem und Un­säg­li­chem im­mer wei­ter schwin­det“. Es sei der Kern ei­ner De­mo­kra­tie, dass man über Zie­le, Sicht­wei­sen und po­li­ti­sche Hand­lungs­op­tio­nen strei­te – auch mit An­ders­den­ken­den.

Fo­to: Ralf Lie­nert

Auf viel Sym­pa­thie stieß Frank Wal­ter St­ein­mei­er (rechts) als Gast im Land­tag bei Horst See­ho­fer.

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