Ei­ne Fra­ge der Ein­stel­lung

Hand­ball Do­nau­wör­ther Män­ner ver­lie­ren 17:26 ge­gen Wertingen. Ei­ne Ro­te Kar­te trägt zur Ent­schei­dung bei. Bäumenheim zeigt die al­te Schwä­che

Donauwoerther Zeitung - - Sport Vor Ort -

Donauwörth/Bäumenheim Es war wohl ei­ne Fra­ge der Ein­stel­lung. Ein Geg­ner aus der un­te­ren Ta­bel­len­hälf­te, ei­ne vol­le Aus­wech­sel­bank – da hat­ten die VSC-Hand­bal­ler den Sieg ge­gen den TSV Wertingen ge­dank­lich of­fen­bar schon in tro­cke­nen Tü­chern. Be­reits im Hin­spiel in hei­mi­scher Hal­le hat­ten die Do­nau­wör­ther nicht ge­ra­de sou­ve­rän ge­won­nen (28:24). Und dies­mal soll­te das Spiel rich­tig schief­lau­fen.

Bis zur 4:0-Füh­rung hat­te Wertingen den Do­nau­wör­thern mit ih­rem an­sehn­li­chen Tem­po­spiel nichts Zähl­ba­res ent­ge­gen­zu­set­zen. Al­ler­dings ver­lor der VSC ab der 8. Mi­nu­te im­mer mehr den spie­le­ri­schen Fa­den. Die Ab­wehr ar­bei­te­te nicht mehr so sou­ve­rän wie bei den ver­gan­ge­nen Be­geg­nun­gen. Die Fol­ge wa­ren ein­fa­che To­re und Straf­wür­fe, die die Zu­sam­städ­ter nun zu­rück in die Par­tie brach­ten.

Beim Spiel nach vor­ne ha­per­te es eben­falls. Der VSC schenk­te Bäl­le her, stand sich beim Tem­po­spiel selbst im Weg, ver­gab gu­te Mög­lich­kei­ten und die tech­ni­schen Feh­ler häuf­ten sich. Nach 23 Mi­nu­ten nahm Trai­ner Claus Pau­ler beim Stand von 8:6 für Wertingen ei­ne Aus­zeit, um das VSC-Spiel neu zu ord­nen. Al­ler­dings oh­ne Er­folg. Der TSV Wertingen hielt da­ge­gen und lag auch zur Pau­se mit zwei Tref­fern vorn (10:8).

In der zwei­ten Halb­zeit bot sich ein ähn­li­ches Bild wie zu­meist in der ers­ten Hälf­te. Hin­zu kam, das Se­ve­rin Lech­ner auf­grund ei­ner drit­ten Zwei-Mi­nu­ten-Zeit­stra­fe die Ro­te Kar­te er­hielt und den Rest der Par­tie ab der 43. Mi­nu­te auf der Tri­bü­ne ver­brin­gen muss­te. Chris­ti­an Mül­ler ver­letz­te sich am Knie und fiel eben­falls ab Mit­te der zwei­ten Halb­zeit aus. Völ­lig ver­un­si­chert ge­lang dem Ta­bel­len­füh­rer so gut wie nichts mehr, wäh­rend die ab­stiegs­be­droh­ten Wer­tin­ger über sich hin­aus­wuch­sen und mit Ein­satz und Wil­len und Tor um Tor da­von­zo­gen. Feh­len­der Ein­satz­wil­len konn­te kei­nem VSC-Ak­teur vor­ge­wor­fen wer­den, doch an die­sem Sams­tag­nach­mit­tag fand kei­ner der Spie­ler zur Nor­mal­form.

Am kom­men­den Wo­che­n­en­de steht das nächs­te Heim­spiel ge­gen den TSV Aichach an. Hier will der VSC wie­der mit Zu­ver­sicht und ge- sun­dem Selbst­ver­trau­en an die gu­ten Leis­tun­gen der ver­gan­ge­nen Mo­na­te an­knüp­fen.

VSC Donauwörth Fi­scher, Ha­ber­mann (bei­de im Tor), Kass­ner, Fe­renc (1), Loitzsch (1), En­gel Arlt, Zgud­zi­ak Kunz, Braun (1), Mül­ler (3), Hor­nung, Press­ler (1), Fie­ger (5), Lech­ner (2), Frie­de­wold (2)

Bäumenheim un­ter­liegt dem SV Me­ring 18:26

Für die Hand­bal­ler des TSV Bäumenheim lief am ver­gan­ge­nen Spiel­tag eben­falls nicht viel zu­sam­men. Sie wa­ren be­reits mit ge­misch­ten Ge­füh­len zum Aus­wärts­spiel nach Me­ring ge­fah­ren: Ne­ben sechs Stamm­spie­lern, die we­gen Krankheit und Ver­let­zun­gen aus­fie­len, muss­ten die Bäu­men­hei­mer auch auf den er­krank­ten Trai­ner Lu­bos Ur­ban ver­zich­ten. Für den Trai­ner saß Ro­land Krat­zer auf der Bank, neu in der Mann­schaft war Nach­wuchs­spie­ler Le­on Bschor.

Nach dem ers­ten Ab­tas­ten (2:2) schien der gast­ge­ben­de Fa­vo­rit sei­ner Rol­le ge­recht zu wer­den. Über 6:2 und 10:4 zo­gen die Me­rin­ger bis auf 15:7 da­von. Doch spie­le­risch über­zeu­gen konn­ten sie da­bei nicht. Die TSV-Ge­gen­to­re fie­len all­zu oft nach tech­ni­schen Feh­lern und un­nö­ti­gen Ball­ver­lus­ten. Nach dem 15:9-Pau­sen­stand dräng­ten die Gast­ge­ber auf ei­ne hö­he­re Füh­rung. Doch da spiel­ten die Bäu­men­hei­mer nicht mit. Vor­ne wur­de kon­zen­trier­ter agiert, hin­ten stand die Ab­wehr si­cher, die zu­dem mit Patrick Hill ei­nen si­che­ren Rück­halt im Tor hat­te. Der Rück­stand konn­te so bis auf 14:18 ver­kürzt wer­den. Ne­ben Kee­per Hill konn­ten sich bei den TSV-Spie­lern die bei­den Au­ßen Andre­as Jung und Jonas Uhl in Sze­ne set­zen, die bei­de vier­mal tra­fen. Doch mit zu­neh­men­der Spiel­dau­er fehl­ten den Gäs­ten Kraft und Mit­tel, um sich ge­gen die nun kon­zen­trier­ter spie­len­den Me­rin­ger durch­zu­set­zen. Die nutz­ten nun die sich bie­ten­den Chan­cen wie­der bes­ser und konn­ten ih­ren Vor­sprung aus­bau­en. Bis auf 26:17 konn­ten sie ih­re Füh­rung ver­grö­ßern, das letz­te Tor ging auf das Kon­to der Gäs­te zum 26:18End­stand.

Das Er­geb­nis zeigt ein­mal mehr, dass die Schwä­che der Bäu­men­hei­mer im An­griffs­spiel liegt. Die 26 Ge­gen­to­re sind aus­wärts durch­aus im Rah­men. Doch mit nur 18 er­ziel­ten Tref­fern kann man in der Be­zirks­li­ga kaum ein Spiel ge­win­nen. An­ge­sichts der Aus­fäl­le hat sich die Mann­schaft in Me­ring aber or­dent­lich ver­kauft. (be­an, hh)

TSV Bäumenheim Patrick Hill (im Tor) – Bschor, Uhl (4), Ewin­ger (3), Jung (4), Va­ter (2), Bü­gel­stei­ber, Strick­ner, Bieh­le (2), Kle ment (3) und Krebs. (Tor).

Fo­to: Ro­land Stoll

Trai­ner Claus Pau­lers Ver­su­che, bei ei­ner Aus­zeit das Spiel sei­ner Mann­schaft neu zu ord­nen, fruch­te­ten nicht. Am En­de ver­lor der VSC Donauwörth.

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