Ich füh­le mich be­tro­gen

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Är­ger über ho­he Ma­na­ger Bo­ni“(Sei­te 1) und „Wie hoch ist zu hoch?“(Wirt­schaft) vom 6. Fe­bru­ar: Als ich mei­nen neu­en VW Sha­ran 2013 kauf­te, tat ich es, weil VW für mich der In­be­griff gu­ter Qua­li­tät war. Der Kauf war nur mög­lich, weil mei­ne El­tern ihr Au­to ver­kauf­ten und das Geld als An­zah­lung dien­te. Als al­lein­er­zie­hen­de Mut­ter drei­er Kin­der zah­le ich im­mer noch ein Au­to ab, das längst nicht mehr den Wert hat, den es oh­ne „Ab­gasskan­dal“hät­te. Ich über­le­ge mir, ob ich der Auf­for­de­rung von VW fol­gen soll, die neue Soft­ware auf­spie­len zu las­sen. Wenn der TÜV mein Au­to bei der nächs­ten HU nicht mehr durch­lässt, ist Är­ger vor­pro­gram­miert. Ich fra­ge mich wirk­lich, wel­ches Image VW ver­folgt, wenn der Kon­zern sol­che Ab­fin­dun­gen zahlt! Ich füh­le mich je­den­falls be­tro­gen.

Dr. Bar­ba­ra Mil­ler, Augs­burg

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