Un­ru­he in der CSU

Donauwoerther Zeitung - - Erste Seite -

Wenn es stimmt, dass die CSU­Land­tags­frak­ti­on die Herz­kam­mer der Par­tei ist, dann las­sen sich ak­tu­ell ein ge­wis­ses Vor­hof­flim­mern, vi­el­leicht so­gar leich­te Rhyth­mus­stö­run­gen dia­gnos­ti­zie­ren. Es war ja auch ein biss­chen viel in den ver­gan­ge­nen Ta­gen: Erst das we­nig be­geis­tern­de Bild, das Mer­kel und See­ho­fer nach ih­rem Ver­söh­nungs­gip­fel in Mün­chen ab­ga­ben, dann der pro­vo­zie­ren­de Auf­tritt des SPD-Po­li­ti­kers und künf­ti­gen Bun­des­prä­si­den­ten St­ein­mei­er im Land­tag und jetzt auch noch die­se ir­ri­tie­ren­de Um­fra­ge. 39 Pro­zent der CSU-An­hän­ger wol­len Mer­kel nicht mehr als Kanz­le­rin. Wie soll die CSU da bei der Bun­des­tags­wahl auf­trump­fen?

Völ­lig über­ra­schend ist das Er­geb­nis der Um­fra­ge al­ler­dings nicht. Es ent­spricht ziem­lich ge­nau der Be­ob­ach­tung der Ab­ge­ord­ne­ten in ih­ren Stimm­krei­sen: Ein Drit­tel der CSU-Par­tei­ba­sis leh­ne Mer­kel ab, ein Drit­tel ste­he zu ihr, ein Drit­tel fü­ge sich der Al­ter­na­tiv­lo­sig­keit.

Trost fin­den kön­nen die CSU­Man­dats­trä­ger ak­tu­ell nur in zwei Um­stän­den: Die Zu­stim­mung zur CSU ist nach wie vor hoch und bis zur Wahl ver­geht noch viel Zeit.

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