An­nä­he­rung an die Rea­li­tät

Donauwoerther Zeitung - - Politik | Wirtschaft -

Nicht nur die EU hat die Bei­tritts­ver­hand­lun­gen mit der Tür­kei halb­her­zig wie­der auf­ge­nom­men. Auch die Re­gie­rung in An­ka­ra wuss­te, als sie im Rah­men des Flücht­lings­ab­kom­mens ei­nen Neu­start der Bei­tritts­ver­hand­lun­gen for­der­te, dass man kei­ne Chan­ce ha­ben wür­de, ei­nes Ta­ges zur eu­ro­päi­schen Fa­mi­lie zu ge­hö­ren. Die Be­reit­schaft der Tür­kei, sich zu ei­nem de­mo­kra­ti­schen Rechts­staat nach west­li­chem Vor­bild um­zu­bau­en, war gleich null. An­de­rer­seits war zu kei­nem Zeit­punkt mit der Zu­stim­mung al­ler 28 EU-Mit­glied­staa­ten zur Auf­nah­me der Tür­kei zu rech­nen. In­so­fern kann die jet­zi­ge Ab­sa­ge der Christ­de­mo­kra­ten nicht über­ra­schen. Sie wirkt wie ei­ne Neu­auf­la­ge von Mer­kels Idee ei­ner pri­vi­le­gier­ten Part­ner­schaft: An­bin­dung an die EU, oh­ne Voll­mit­glied zu sein.

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