Sta­di­on zu ver­kau­fen

Das be­rühm­te Ma­ra­canã ver­fällt

Donauwoerther Zeitung - - Sport -

Rio de Janei­ro Das seit Wo­chen ge­schlos­se­ne und zu­neh­mend ma­ro­de Ma­ra­canã-Sta­di­on in Rio de Janei­ro soll rasch ver­kauft wer­den. In den nächs­ten Wo­chen wol­le der Bun­des­staat Rio de Janei­ro nach har­ten Ver­hand­lun­gen ei­ne end­gül­ti­ge Ent­schei­dung tref­fen, be­rich­te­te das Por­tal O Glo­bo.

Die Wahl über den künf­ti­gen Be­trei­ber der welt­be­rühm­ten Fuß­ball­are­na fal­le zwi­schen der fran­zö­si­schen Un­ter­neh­mens­grup­pe La­g­ar­dè­re und dem Un­ter­neh­men GL Events, das auch die Ams­ter­dam Are­na be­treibt. Der der­zei­ti­ge Be­trei­ber, der in meh­re­ren Län­dern Süd­ame­ri­kas in Kor­rup­ti­ons­skan­da­le ver­wi­ckel­te Bau­kon­zern Ode­brecht, will sei­ne An­tei­le ver­kau­fen. Die Kon­zes­si­on für das welt­be­rühm­te Sta­di­on, in dem Deutsch­land 2014 zum vier­ten Mal Welt­meis­ter wur­de, läuft auf rund 30 Jah­re. Aber bei­de In­ter­es­sen­ten for­dern zu­nächst Klar­heit, wer für die zu­letzt ent­stan­de­nen Schä­den auf­kommt.

Nach den Olym­pi­schen Spie­len und an­ge­sichts von er­heb­li­chen Fi­nanz­pro­ble­men wur­de das Sta­di­on nicht ord­nungs­ge­mäß wie­der über­ge­ben. Tau­sen­de Sit­ze sind her­aus­ge­ris­sen, der Ra­sen ver­trock­net und Schei­ben ein­ge­schla­gen. Der Fuß­ball­ver­band von Rio de Janei­ro (Fe­der­a­ção de Fu­te­bol do Rio de Janei­ro) ver­sucht der­weil, mit­hil­fe von Ge­rich­ten, ei­nen Spiel­be­trieb in der Are­na wie­der zu er­zwin­gen. Ei­gent­lich soll­ten hier ab 25. Fe­bru­ar die Halb­fi­nals der Lo­kal­meis­ter­schaft Ta­ça Guana­ba­ra statt­fin­den.

Doch die bis­he­ri­ge Be­trei­ber­ge­sell­schaft pocht vor ei­ner Wie­der­er­öff­nung auf ei­ne Be­he­bung der Schä­den durch das Or­ga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee von Rio 2016 – zu­letzt wur­de we­gen un­be­zahl­ter Rech­nun­gen so­gar der Strom im Ma­ra­canã ab­ge­stellt.

Fo­to: dpa

Leer und ver­las­sen: Das be­rühm­tes­te Sta­di­on der Welt – das Ma­ra­canã in Rio de Janei­ro.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.