Schäu­bles schrä­ger Ver­gleich

Donauwoerther Zeitung - - Erste Seite -

Viel zu ru­hig war es Wolf­gang Schäu­b­le in sei­ner Par­tei. Wäh­rend Um­fra­ge um Um­fra­ge der SPD be­schei­nig­te, wie gut ihr Kan­di­dat Mar­tin Schulz bei den Bür­gern an­kommt, hat­ten CDU und CSU er­kenn­bar Mü­he, sich auf den stimm­ge­wal­ti­gen Geg­ner ein­zu­stel­len. Jetzt hat der Fi­nanz­mi­nis­ter bei sei­nem Rund­um­schlag ge­gen den Ex-Prä­si­den­ten des EUPar­la­ments vor der Bun­des­prä­si­den­ten­wahl die ganz gro­ße Keu­le aus­ge­packt. Et­was be­müht ver­such­te er, Ge­mein­sam­kei­ten zwi­schen Schulz und US-Prä­si­dent Do­nald Trump her­aus­zu­ar­bei­ten. Dass die­se Ma­sche ver­fängt, ist kaum wahr­schein­lich – ei­ne gro­ße Mehr­heit der Deut­schen dürf­te die­sen Ver­gleich für weit her­ge­holt hal­ten. Un­gu­te Vor­ah­nun­gen ru­fen das Gerau­ne um Schulz-Pa­pie­re her­vor, in de­nen es um nicht nä­her be­nann­te per­sön­li­che Schwä­chen des Kan­di­da­ten ge­hen soll. Es ist kein gu­ter Stil, die An­schul­di­gun­gen im Un­ge­fäh­ren zu hal­ten.

Schulz hin­ge­gen soll­te nicht dar­auf ver­trau­en, dass sei­ne an­ste­cken­de Zu­ver­sicht ewig trägt. Er wird sehr bald schon da­mit be­gin­nen müs­sen, den Deut­schen kon­kret zu er­klä­ren, was er als Bun­des­kanz­ler an­ders ma­chen wür­de als An­ge­la Mer­kel.

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