Peu­geot will Opel kaufen

Ge­sprä­che lau­fen be­reits. Doch es gibt Kon­flikt­po­ten­zi­al

Donauwoerther Zeitung - - Erste Seite -

Rüs­sels­heim Wird Opel fran­zö­sisch? Das deut­sche Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men könn­te schon bald Teil des Au­to­kon­zerns PSA Peu­geot Ci­tro­ën wer­den. Die Fran­zo­sen und die ame­ri­ka­ni­sche Opel-Mut­ter Ge­ne­ral Mo­tors (GM) be­stä­tig­ten ges­tern zu­min­dest Ge­sprä­che über ei­nen Ver­kauf des GM-Eu­ro­pa­ge­schäfts an die Fran­zo­sen. Be­trof­fen wä­re ne­ben Opel auch die bri­ti­sche Schwes­ter­mar­ke Vaux­hall. Die Kon­zer­ne lo­ten Mög­lich­kei­ten der Ko­ope­ra­ti­on aus, wie es of­fi­zi­ell heißt. Es sei al­ler­dings noch un­ge­wiss, ob ei­ne Ei­ni­gung er­zielt wer­de. Die Au­to­her­stel­ler ar­bei­ten schon län­ger bei ver­schie­de­nen Pro­jek­ten zu­sam­men. Opels Pro­blem: Die Rüs­sels­hei­mer schrei­ben seit Jah­ren ro­te Zah­len.

Ei­ne Über­nah­me durch PSA birgt Kon­flikt­po­ten­zi­al: Die Be­triebs­rä­te in Deutsch­land se­hen sich be­reits jetzt bei den Ver­kaufs­ge­sprä­chen über­gan­gen. Der für die deut­schen Opel-Wer­ke zu­stän­di­ge IG-Me­tal­lBe­zirk sprach ges­tern von ei­ner „bei­spiel­lo­sen Ver­let­zung“sämt­li­cher deut­scher Mit­be­stim­mungs­rech­te. Opel hat ne­ben dem Stamm­sitz Rüs­sels­heim wei­te­re Stand­or­te in Kai­sers­lau­tern und Ei­se­nach. Der Au­to­bau­er be­schäf­tigt 35 600 Mit­ar­bei­ter in Eu­ro­pa, da­von mehr als die Hälf­te in Deutsch­land.

Was ei­ne Opel-Über­nah­me be­deu­ten wür­de, le­sen Sie auf der Wirt­schaft.

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