Sys­tem­zwei­fel be­rech­tigt

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Wie geht es un­se­rer De­mo­kra­tie?“(Bay­ern) vom 11. Fe­bru­ar: 80 Pro­zent der Be­frag­ten ste­hen den staats­tra­gen­den Par­tei­en sehr kri­tisch ge­gen­über. Das ver­wun­dert mich nicht. Al­lein in ih­rer Sams­tag­aus­ga­be fin­den sich zwei Bei­spie­le der Hilf­lo­sig­keit. Zum ei­nen be­schrei­ben sie un­ter der Über­schrift „Mehr Ab­schie­bun­gen, aber wie?“die schon ver­zwei­fel­ten Ver­su­che un­se­rer Po­li­ti­ker, in der selbst ver­ur­sach­ten Flücht­lings­kri­se wie­der Fuß zu fas­sen. In ei­nem an­de­ren Ar­ti­kel le­sen wir, dass es er­neut miss­lun­gen ist, den Kin­der­geld­miss­brauch durch EU-Bür­ger zu be­en­den, „weil die EU-Kom­mis­si­on nichts ge­gen die­sen Wi­der­sinn un­ter­nimmt“. Ja, wo sind wir denn? Wenn die Po­li­tik nicht mehr in der La­ge ist, im ei­ge­nen Land ei­ge­ne In­ter­es­sen durch­zu­set­zen, ist dies ein nicht hin­nehm­ba­rer Zu­stand, Zwei­fel an die­sem Sys­tem sind durch­aus be­rech­tigt.

Le­on­hard Schmid, Bil­len­hau­sen

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