Den Na­gel auf den Kopf

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zum Kom­men­tar von Bern­hard Jun­gin­ger zu „Kor­rek­tur ei­ge­ner Feh­ler“(Po­li­tik) vom 11. Fe­bru­ar: Bra­vo, Ihr Kom­men­tar trifft den Na­gel auf den Kopf. Für die von der schwarz-ro­ten Re­gie­rung ge­schaf­fe­nen Pro­ble­me sol­len uns nun zwei­fel­haf­te Lö­sungs­vor­schlä­ge als Ach­tungs­er­folg ver­kauft wer­den. Be­reits im Jahr 2014 gab es mehr­ma­li­ge schrift­li­che Hilfs­ge­su­che sei­tens der UN an die deut­sche Re­gie­rung, dass auf­grund von Bei­trags­rück­stän­den ei­ni­ger Mit­glieds­län­der die fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on der UN so weit an­ge­spannt sei, dass ei­ne wei­te­re Fi­nan­zie­rung der Flücht­lings­la­ger rund um Sy­ri­en nicht mehr ge­währ­leis­tet wä­re. Mit ei­ner Fi­nanz­sprit­ze von drei Mil­li­ar­den Eu­ro wä­re das Pro­blem ge­löst ge­we­sen. Deut­sche Re­ak­ti­on: kei­ne! Die UN muss­te das Pro-KopfBud­get für Flücht­lin­ge An­fang 2015 von 43 Eu­ro auf 12 Eu­ro ab­sen­ken. Die­se mach­ten sich auf den Weg nach Eu­ro­pa, um nicht wei­ter zu hun­gern … Lie­ber al­so hat man Du­blin III aus­ge­he­belt, zahlt man nun dau­er­haft mehr als 20 Mil­li­ar­den Eu­ro pro Jahr, hat sich ein mas­si­ves Si­cher­heits­pro­blem im ei­ge­nen Land ge­schaf­fen und hält kri­ti­schen Bür­gern ein Na­zi­por­trät vor die Na­se mit dem Hin­weis, dass dies ein Spie­gel wä­re.

Tho­mas Hack, Kö­nigs­brunn

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