Kaum Jobs für jun­ge Leh­rer

Nur je­der Fünf­te hat ei­ne Stel­le

Donauwoerther Zeitung - - Bayern -

Augs­burg Wenn das zwei­te Schul­halb­jahr be­ginnt, wer­den 80 Pro­zent der frisch aus­ge­bil­de­ten Gym­na­si­al­leh­rer in Bay­ern auf der Stra­ße ste­hen. 674 Be­wer­ber kom­men nach An­ga­ben des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums auf 104 Stel­len. Nur je­der Fünf­te, der das zwei­te Staats­ex­amen in der Ta­sche hat, er­hält al­so ei­ne An­stel­lung beim Staat.

Am schlech­tes­ten sieht es bei Leh­rern mit der Fä­cher­kom­bi­na­ti­on Deutsch/Ge­schich­te aus: Weil die Be­wer­ber­zahl so viel grö­ßer ist als die der Plan­stel­len, er­hiel­ten nur Ab­sol­ven­ten mit ei­ner No­te von 1,18 oder bes­ser ein An­ge­bot.

Do­mi­nik Lör­zel, Vor­sit­zen­der der Re­fe­ren­dar­ver­tre­tung im Phi­lo­lo­gen­ver­band, nennt das „in­ak­zep­ta­bel“. Er be­fürch­tet, dass vie­le der bes­ten Jung­leh­rer den Frei­staat auf der Su­che nach ei­ner Stel­le ver­las­sen. Im Mi­nis­te­ri­um be­ton­te man ges­tern, dass der Haupt­ein­stel­lungs­ter­min für Leh­rer im Sep­tem­ber lie­ge. Im Som­mer könn­ten sich die, die jetzt auf der War­te­lis­te ste­hen, wie­der be­wer­ben. Das Pro­blem: Auch dann wer­den hun­der­te Re­fe­ren­da­re fer­tig – und längst nicht für al­le wird es ei­ne Stel­le ge­ben. (sa­ri)

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