Das Schreck­ge­spenst naht

Donauwoerther Zeitung - - Wirtschaft In Der Region -

Erst 2016 ha­ben die Spar­kas­sen und Ge­nos­sen­schafts­ban­ken im Land­kreis die Ge­duld ih­rer Kun­den stra­pa­ziert. Da­mals wur­de ver­kün­det, dass Dut­zen­de von Ge­schäfts­stel­len ge­schlos­sen und ma­xi­mal durch ei­nen Geld­au­to­ma­ten er­setzt wür­den. Der Är­ger dar­über ist man­cher­orts noch nicht ver­raucht, da kommt ein neu­es „Schreck­ge­spenst“da­her: der Ne­ga­tiv­zins.

Dass die Vor­stän­de der Ban­ken die­sen schon gar nicht mehr aus­schlie­ßen, heißt an­ge­sichts der sehr be­dach­ten For­mu­lie­run­gen der Ver­ant­wort­li­chen im Ban­ken­ge­schäft schon viel. Kl­ar­text: Er wird kom­men. Das Ver­wah­rent­geld der Spar­kas­se Nörd­lin­gen ist si­cher nur der An­fang.

Ist nur noch die Fra­ge, in wel­chem Um­fang der Ne­ga­tiv­zins ver­langt wird. Den klei­nen Spa­rer wird es wohl nicht tref­fen, da­für hat er zu we­nig auf dem Kon­to. Aber die Kom­mu­nen, die Pro­jek­te stem­men und fi­nan­zie­ren müs­sen.

Pi­kant ist, dass die Spar­kas­sen mit Ne­ga­tiv­zin­sen dann un­ter an­de­rem ih­re Ei­gent­rü­mer be­las­ten. Sie ge­hö­ren den Kom­mu­nen. Bür­ger­meis­ter und Land­rä­te sit­zen in den Auf­sichts­rä­ten.

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