Ko­ali­ti­on ei­nigt sich auf Ver­bot von Kin­der­ehen

Donauwoerther Zeitung - - Politik -

Nach der Ei­ni­gung in der Ko­ali­ti­on soll das Ge­setz ge­gen Kin­der­ehen um­ge­hend auf den Weg ge­bracht wer­den. Das kün­dig­te Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) an. Dem­nach sol­len im Aus­land ge­schlos­se­ne Ehen von Kin­dern künf­tig nach deut­schem Recht nicht an­er­kannt wer­den. „Kin­der ge­hö­ren nicht an den Trau­al­tar“, sag­te Maas. Die Ko­ali­ti­on will das Ehe­al­ter ge­ne­rell auf 18 Jah­re an­he­ben. Nach der­zei­ti­ger Rechts­la­ge sol­len Ehen in Deutsch­land nicht vor der Voll­jäh­rig­keit ge­schlos­sen wer­den. Aus­nah­men sind mög­lich, wenn ein Part­ner voll­jäh­rig und der an­de­re min­des­tens 16 Jah­re alt ist. Ehen von un­ter 16-Jäh­ri­gen sol­len nach den Plä­nen der Ko­ali­ti­on künf­tig oh­ne Aus­nah­me an­nul­liert wer­den. Bei 16- bis 18-Jäh­ri­gen soll es nach An­ga­ben von Maas nur „in ganz be­son­de­ren Här­te­fäl­len ei­ne Ein­zel­fall­prü­fung“ge­ben. Uni­on und SPD hat­ten lan­ge um das Ver­bot ge­run­gen. Die CDU woll­te ei­ne grund­sätz­li­che Auf­he­bung von Ehen un­ter 18 Jah­re. Die SPD sah das kri­tisch – auch aus Sor­ge um Un­ter­halts­und Erb­an­sprü­che jun­ger Frau­en. (afp)

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