Ein Po­ny hilft Schwer­kran­ken

Donauwoerther Zeitung - - Feuilleton -

In die­sem Haus steht ein Po­ny auf dem Flur. Wie kommt das denn da hin? Es ist kein ge­wöhn­li­ches Haus, und es ist auch kein ge­wöhn­li­ches Po­ny. Die Ein­rich­tung in der Stadt Ber­lin ist ein Ho­s­piz. Das sind Hei­me für sehr kran­ke Men­schen. Oft ha­ben die Be­woh­ner nicht mehr lan­ge zu le­ben. Sie wer­den dort ge­pflegt.

In ei­ni­gen die­ser Ein­rich­tun­gen kom­men manch­mal Tie­re zu Be­such – so wie in Ber­lin. Das Po­ny be­sucht das Ho­s­piz je­den Frei­tag. Das freut die Be­woh­ner. Ei­ne al­te Frau hat schon ei­ne Schüs­sel mit Ka­rot­ten pa­rat. Sie sagt: „Ich war schon im­mer Pfer­de-ver­liebt.“Die Frau strei­chelt das Po­ny. Der un­ge­wöhn­li­che Be­such tut ihr gut.

Zum Ab­schied schleckt es die Hän­de

Das Po­ny ge­hört mitt­ler­wei­le schon zum Ho­s­piz da­zu. Ne­ben den Bil­dern der Mit­ar­bei­ter an der Wand hängt auch sein Bild. Vie­le Men­schen ver­bin­den Pfer­de mit an­ge­neh­men Ge­füh­len und Er­in­ne­run­gen, sagt die Ho­s­piz-Che­fin. Au­ßer­dem bringt das Po­ny viel Ab­wechs­lung. Plötz­lich riecht es an­ders als sonst, das Fell ist weich beim Strei­cheln, der Kör­per ist warm.

Ein an­de­rer Be­woh­ner sagt über das Po­ny: „Die gibt mir doch Le­bens­mut, die Klei­ne.“Das Tier schleckt sei­ne Hän­de. „Vie­len Dank für den Be­such“, sagt der Mann.

Fo­to: dpa

Die­ses Po­ny be­sucht schwer kran­ke Men schen. Hier siehst du es mit sei­ner Be­sit ze­rin im Flur des Ho­s­pi­zes.

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