Ein Hard­ro­cker, ganz sanft

Donauwoerther Zeitung - - Panorama -

Der Sän­ger/die Sän­ge­rin kommt auf die Büh­ne, und das Ers­te, das er/sie ruft, ist: „Hal­lo Pa­ris!“Oder Lon­don, Ma­drid, New York oder ir­gend­ein an­de­rer Ort, an dem er/sie eben auf­tritt. Ei­ne Stan­dard-Flos­kel. Wie: „Seid ihr gut drauf?“Wie: „Ich will eu­re Hän­de se­hen!“Wie: „Ihr seid das bes­te Pu­bli­kum, das ich je hat­te!“Wie: „Lau­ter!“

Dumm nur, wenn man nicht genau weiß, wo man auf­tritt. Wie McBob. Der ge­hört zum Tour­nee­Team der US-Hard-Rock-Band Guns ’N Ro­ses. Weil sich die Band am Di­ens­tag­abend ver­spä­tet hat­te, ging McBob auf die Büh­ne und rief: „Syd­ney, Ihr woll­tet das Bes­te, aber sie ste­cken im Ver­kehr fest.“Das Pu­bli­kum buh­te. Denn McBob war in Mel­bourne. Und dort ver­steht man kei­nen Spaß, schließ­lich ver­ste­hen sich die bei­den größ­ten aus­tra­li­schen Städ­te Syd­ney und Mel­bourne als Ri­va­len. Die Band ent­schul­dig­te sich am Mitt­woch bei ih­ren Fans via Twit­ter. Bas­sist Duff McKa­gan bat sie: „Seid nicht zu hart zu McBob.“Ein Hard­ro­cker, ganz sanft. (wi­da)

Fo­to: dpa

Net­ter Kerl, der Guns ’N Ro­ses Bas­sist Duff McKa­gan.

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