Dik­tat der Wel­t­an­schau­ung

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Im­mer die­se Auf­re­gung“(Pan­o­ra ma) vom 15. Fe­bru­ar: Als ob wir Men­schen kei­ne an­de­ren Pro­ble­me hät­ten. Nach­dem wir, ge­läu­tert von end­lo­sen Gen­de­ris­mus-De­bat­ten, wie selbst­ver­ständ­lich ei­ne Salz­streue­rin ver­wen­den und mit den Kin­dern das al­te Kar­ten­spiel Schwar­ze Pe­tra spie­len, muss­te was Neu­es her. Und da auch die all­ge­gen­wär­ti­ge po­li­ti­sche Kor­rekt­heit mit der to­ta­len Ver­ban­nung al­ler Moh­ren schon so weit ge­kom­men ist, dass so­gar Pip­pi Langs­trumpf die wah­re Be­stim­mung ih­res Va­ters als Ne­ger­kö­nig leug­nen muss, wird neu­er­dings auf der ve­ga­nen Front wei­ter­ge­kämpft. Aber es geht hier nicht pri­mär um ge­sun­des Es­sen, es geht um die Wel­t­an­schau­ung. Und die­se wird an­schei­nend von ei­nem Kin­der­lied nach­hal­tig be­schä­digt. Wie geht es wei­ter? Wird jetzt als Nächs­tes die klas­si­sche Mu­sik ver­bo­ten? In den Kon­zert­sä­len der Welt wer­den doch Tier­haa­re (Bö­gen), Tier­där­me (Sai­ten), Kno­chen­leim (Streich­in­stru­men­te) und so­gar Tier­fel­le (Pau­ken) ver­wen­det. Das ist doch nicht ve­gan!

Vla­di­mir Vy­ci­ch­lo, Kauf­beu­ren

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