Prokop ge­gen Bach

Dis­put Der schei­den­de Leicht­ath­le­tik-Chef ver­misst „ethi­sche Maß­stä­be“

Donauwoerther Zeitung - - Sport -

Frank­furt/Main Cle­mens Prokop hat als schei­den­der Prä­si­dent des Deut­schen Leicht­ath­le­tik-Ver­ban­des er­neut IOC-Boss Tho­mas Bach kri­ti­siert. „Was ich an sei­ner Sport­po­li­tik ver­mis­se, ist ei­ne kon­se­quen­te Aus­rich­tung an ethi­schen Maß­stä­ben“, sag­te der pro­mo­vier­te Ju­rist in ei­nem In­ter­view der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung. Bach ste­he in sei­ner Wahr­neh­mung für ei­ne sehr prag­ma­ti­sche Sport­po­li­tik, „die ver­sucht, viel­sei­ti­ge wahr­zu­neh­men“.

Prokop hat am Wo­che­n­en­de bei den deut­schen Meis­ter­schaf­ten in Leip­zig be­kannt ge­ge­ben, im Herbst nach fast 17 Jah­ren nicht mehr als DLV-Prä­si­dent zu kan­di­die­ren. Der 59-Jäh­ri­ge hat­te sich in sei­ner Amts­zeit In­ter­es­sen im Kampf ge­gen das Do­ping pro­fi­liert und auch an der For­mu­lie­rung des An­ti-Do­ping-Ge­set­zes mit­ge­wirkt. Prokop sag­te kürz­lich mit Ver­weis auf die olym­pi­sche Char­ta, dass Bach das gan­ze rus­si­sche Team we­gen des Do­ping­Skan­dals von den Spie­len in Rio de Janei­ro hät­te aus­schlie­ßen müs­sen. „Die An­ti-Do­ping-Ein­rich­tun­gen der Welt und vie­le, vie­le Sport­ler se­hen es ge­nau­so“, sag­te Prokop nun. Prokop be­män­gel­te er­neut das „re­kord­fi­xier­te Den­ken“in der Leicht­ath­le­tik. „Man muss da­von aus­ge­hen, dass ei­ne Rei­he von Re­kor­den wohl nicht auf le­ga­lem Weg zu­stan­de ge­kom­men sind“, sag­te der Di­rek­tor des Amts­ge­richts Re­gens­burg.

Tho­mas Bach

Cle­mens Prokop

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