Bay­ern ver­bie­tet Bur­ka – so weit es geht

Ge­setz Kein Ge­sichts­schlei­er in Schu­len, Unis und Kin­der­gär­ten

Donauwoerther Zeitung - - Erste Seite - VON ULI BACHMEIER

Mün­chen Das Ge­sicht mit Bur­ka oder Ni­qab zu ver­hül­len, soll in Bay­ern, wo im­mer es recht­lich mög­lich ist, ver­bo­ten wer­den. Ei­ne ent­spre­chen­de Ge­set­zes­in­itia­ti­ve hat das Ka­bi­nett ges­tern in Mün­chen be­schlos­sen. Kon­kret soll das Ver­bot gel­ten: an Schu­len und Hoch­schu­len für das Lehr­per­so­nal so­wie Schü­le­rin­nen und Stu­den­tin­nen, ge­ne­rell für al­le Mit­ar­bei­te­rin­nen im Öf­fent­li­chen Di­enst ein­schließ­lich der Kin­der­gär­ten so­wie in Wahl­lo­ka­len für Wahl­hel­fe­rin­nen und Wäh­le­rin­nen. Au­ßer­dem soll „im Be­reich der all­ge­mei­nen Si­cher­heit und Ord­nung“– al­so et­wa bei Ver­an­stal­tun­gen oder bei ei­ner kon­kre­ten Ge­fähr­dungs­la­ge – für be­stimm­te Zei­ten oder Plät­ze ein Bur­kaVer­bot an­ge­ord­net wer­den kön­nen.

Um die­ses Vor­ha­ben um­zu­set­zen, sol­len in Bay­ern acht Ge­set­ze ge­än­dert wer­den. In­nen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann (CSU) sag­te zur Be­grün­dung: „Zum frei­heit­li­chen de­mo­kra­ti­schen Wer­te­ver­ständ­nis christ­lich abend­län­di­scher Prä­gung ge­hört ei­ne Kul­tur der of­fe­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on un­ter­ein­an­der.“

Gleich­zei­tig be­schloss die Staats­re­gie­rung im Frei­staat die ge­setz­li­chen Grund­la­gen zu schaf­fen, um ter­ro­ris­ti­sche Ge­fähr­der künf­tig mit elek­tro­ni­schen Fuß­fes­seln über­wa­chen zu kön­nen, wie sie auf der Sei­te Bay­ern le­sen.

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