Wit­we er­hält kein Sper­ma ih­res to­ten Man­nes

Donauwoerther Zeitung - - Bayern -

Ei­ne 35 Jah­re al­te Wit­we hat vor dem Ober­lan­des­ge­richt (OLG) Mün­chen auf Her­aus­ga­be von Sper­ma-Pro­ben ih­res ver­stor­be­nen Ehe­man­nes ge­klagt – und den Rechts­streit ver­lo­ren. Die Frau darf sich nicht mit dem Sper­ma be­fruch­ten las­sen, ent­schied das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen am Mitt­woch. Das OLG be­stä­tig­te da­mit das Ur­teil des Land­ge­richts Traun­stein und wies die Be­ru­fung zu­rück. Die Re­vi­si­on wur­de al­ler­dings zu­ge­las­sen. Der Klä­ge­rin bleibt nun noch der Gang zum Bun­des­ge­richts­hof (BGH) in Karls­ru­he. Die Frau und ihr Ehe­mann hat­ten auf künst­li­che Be­f­ruch­tung ge­setzt. Die Klä­ge­rin woll­te auch nach dem Tod ih­res Man­nes mit sei­nem Sper­ma, das in ei­ner Kli­nik am Chiem­see la­gert, künst­lich be­fruch­tet wer­den. Die Kli­nik ver­wei­ger­te die Her­aus­ga­be je­doch un­ter Be­ru­fung auf das Em­bryo­nen­schutz­ge­setz, das die Ver­wen­dung des Sa­mens ei­nes Man­nes nach des­sen Tod ver­bie­tet.

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