Ei­ne Bank­rott­er­klä­rung

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Bay­ern for­ciert Ab­schie­bun­gen nach Af­gha­nis­tan“(Sei­te 1) vom 23.2.: Was macht es für ei­nen Sinn, jetzt Men­schen ab­zu­schie­ben, die schon Jah­re hier sind, so­gar ar­bei­ten oder ge­ar­bei­tet ha­ben oder in Aus­bil­dung ste­hen und auch die deut­sche Spra­che be­herr­schen? In Af­gha­nis­tan ha­ben ge­ra­de die Jün­ge­ren kei­ne An­ge­hö­ri­gen mehr, bei de­nen sie un­ter­kom­men kön­nen, und vie­ler­orts wer­den sie Op­fer des Ter­rors wer­den. Die Ab­schie­bung die­ser Men­schen ist doch ei­ne Bank­rott­er­klä­rung der Be­hör­den ein­schließ­lich des Bamf, der Ver­wal­tungs­ge­rich­te und na­tür­lich auch der Po­li­tik, die es nicht ge­schafft ha­ben, recht­mä­ßig ein­wand­freie Ver­fah­ren in­ner­halb von sechs Mo­na­ten durch­zu­füh­ren und ab­zu­schlie­ßen. Man soll sich üb­ri­gens bei den Par­tei­en mit „C“nicht täu­schen! Sie lau­fen Ge­fahr, dass auch lang­jäh­ri­ge Wäh­ler, die teil­wei­se noch prak­ti­zie­ren­de Chris­ten sind, sich von ih­nen ab­wen­den wer­den.

Ge­org Sch­renk, Dil­lin­gen

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