Es war höchs­te Zeit für den Rück­zug

Donauwoerther Zeitung - - Bayern -

Die Baye­ri­sche Lan­des­bank ge­hört dem Frei­staat Bay­ern und der Frei­staat Bay­ern soll­te sich in der Welt an­stän­dig be­neh­men. Ein gleich in mehr­fa­cher Hin­sicht frag­wür­di­ges Ge­schäft wie die Öl­pipe­line „Da­ko­ta Ac­cess“passt nicht zu die­sem An­spruch. Ob von An­fang an klar war, wel­che Um­welt­ge­fah­ren und wel­che mög­li­chen Ver­let­zun­gen von Min­der­hei­ten­rech­ten mit dem Pro­jekt ver­bun­den sind, sei ein­mal da­hin­ge­stellt. Nach al­lem, was man mitt­ler­wei­le weiß, aber steht fest: Es war höchs­te Zeit, dass sich die Lan­des­bank aus die­sem En­ga­ge­ment zu­rück­zieht.

Die Op­po­si­ti­on im Land­tag hat völ­lig recht, wenn sie auf mög­lichst kla­ren ethi­schen Selbst­be­schrän­kun­gen im Ge­schäft der Lan­des­bank be­steht. All­zu eng aber soll­ten die­se Gren­zen nicht ge­zo­gen wer­den. An­dern­falls bleibt es ein from­mer Wunsch, dass die Bank das Geld, das vom Steu­er­zah­ler für ih­re Ret­tung auf­ge­wen­det wur­de, je wie­der er­wirt­schaf­tet.

Die Baye­ri­sche Lan­des­bank ge­hört dem Frei­staat Bay­ern und der Frei­staat Bay­ern muss auch ein In­ter­es­se dar­an ha­ben, dass sei­ne Bank Geld ver­die­nen kann.

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