40 Ta­ge

Donauwoerther Zeitung - - Wissen -

40 ist die vol­le Do­sis in der Bi­bel. Mehr geht für die Men­schen nicht, mehr muss auch nicht ge­hen. Den­noch kön­nen 40 Ta­ge oder 40 Jah­re über das für uns Vor­stell­ba­re ge­hen. 40 Ta­ge und Näch­te Re­gen und dann in ei­nem gro­ßen Kas­ten mit Tie­ren ein­ge­schlos­sen zu sein, ist für die Men­schen um Noah ei­ne Ge­dulds­pro­be. Wäh­rend die Ge­duld schwin­det, wächst die Angst, der Re­gen könn­te der An­fang vom En­de sein. 40 Jah­re sind es, die das Volk Is­ra­el durch die Wüs­te zie­hen muss, weil es das Ver­trau­en in die Zu­kunft aus Got­tes Hand ver­lo­ren hat. Dann end­lich kann das Volk in das ge­lob­te Land ein­zie­hen, fin­det es ei­ne dau­er­haf­te Hei­mat, in der sie erst ein­mal in Frie­den le­ben kön­nen.

40 Jah­re re­gier­ten Da­vid und Sa­lo­mo in Is­ra­el. Die Kö­ni­ge, un­ter de­nen Is­ra­el so mäch­tig und reich war wie nie wie­der. So er­zäh­len es die Ge­schichts­schrei­ber der Kö­ni­ge. Nach die­ser Zeit wird Is­ra­el dann ein Staat wie an­de­re, ge­beu­telt von den gro­ßen Nach­bar­staa­ten. Aber die­ses klei­ne Volk, das Gott sein Volk nennt, ver­schwin­det nicht in der Ge­schich­te wie die Nach­bar­staa­ten. 40 Ta­ge und Näch­te fas­te­te Je­sus in der Wüs­te, um sich über sei­nen Le­bens­weg, sei­ne Be­ru­fung klar zu wer­den. Er ist ver­sucht, ei­ner welt­li­chen Kar­rie­re nach­zu­ge­hen, groß zu wer­den im An­se­hen der Men­schen. Je­sus merkt aber auch, dass er sich da­mit selbst ver­lie­ren und sei­ne Be­zie­hung zu Gott ab­schnei­den wür­de. Er ent­schei­det sich für den schwe­re­ren Weg, Gott und den Men­schen mit sei­nem Le­ben zu die­nen.

Am Ascher­mitt­woch be­gin­nen die 40 Ta­ge der Pas­si­ons­zeit, die von vie­len Men­schen als Fas­ten­zeit ge­nutzt wird. Sie hin­ter­fra­gen die Rou­ti­ne des All­tags, ent­de­cken, wor­auf es an­kommt im Le­ben. Die­ses Jahr un­ter dem Mot­to „Au­gen­blick mal! – Sie­ben Wo­chen oh­ne So­fort“. Auch im Zeit­al­ter von Smart­pho­nes ist der Mensch noch Herr sei­ner selbst. Er ent­schei­det, wem er wann Zeit schenkt. 40 Ta­ge ver­brin­gen die Jün­ger Je­su in Ge­mein­schaft mit dem Au­fer­stan­de­nen, be­vor er sie ge­stärkt in ih­re Zu­kunft mit­ein­an­der und mit Gott ent­lässt.

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