Geld­re­gen für Ak­tio­nä­re

Donauwoerther Zeitung - - Geld & Leben - VON OS­KAR H. METZ­GER rat@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Die Zei­ten ha­ben sich ge­än­dert: Die Spa­rer be­kom­men nur noch mick­ri­ge Zin­sen und An­lei­hen wer­fen kaum mehr Ren­di­te ab. Ein Freu­den­brin­ger für An­le­ger sind da­ge­gen die Ak­ti­en-Di­vi­den­den. We­nigs­tens ei­ne An­la­ge gibt es al­so noch, bei der sich das Spa­ren noch lohnt. Was aber steckt hin­ter den Di­vi­den­den genau?

Di­vi­den­de (la­tei­nisch di­vi­de­re = tei­len) ist der An­teil am Ge­winn ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft, der auf die ein­zel­ne Ak­tie ent­fällt. Bei Ak­ti­en, die je Stück no­tiert wer­den, be­zieht sich die Di­vi­den­de auf das Stück. Die Haupt­ver­samm­lung be­schließt, wie es in ei­ner Fach­in­for­ma­ti­on der deut­schen Spar­kas­sen­or­ga­ni­sa­ti­on heißt, nach dem Vor­schlag von Vor­stand und Auf­sichts­rat über die Hö­he der Di­vi­den­de.

Im Un­ter­schied zum Zins hängt die Di­vi­den­de vom Rein­ge­winn des be­tref­fen­den Un­ter­neh­mens ab. Sie kann da­her von Jahr zu Jahr schwan­ken und even­tu­ell so­gar aus­fal­len, wenn die Er­trags­la­ge der Ak­ti­en­ge­sell­schaft schlecht ist. Die Di­vi­den­de kann aber auch dann ent­fal­len, wenn das Un­ter­neh­men viel in­ves­tiert. Manch­mal las­sen näm­lich auch Neu­in­ves­ti­tio­nen ei­nen Ver­zicht auf die Di­vi­den­de zweck­mä­ßig er­schei­nen.

Os­kar H. Metz­ger ist Wirt­schafts­jour­na­list und Fi­nanz­ex­per­te. Er schreibt über Spar und An­la­ge tipps.

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