CSU steu­ert auf 48 Pro­zent zu

War­um es den­noch Kri­tik an Horst See­ho­fer gibt

Donauwoerther Zeitung - - Bayern -

Mün­chen Die CSU steu­ert bei der Bun­des­tags­wahl im Sep­tem­ber auf ein ähn­li­ches Er­geb­nis zu wie vor vier Jah­ren. Wenn am Sonn­tag Bun­des­tags­wahl wä­re, kä­me die CSU nach ei­ner am Mitt­woch ver­öf­fent­lich­ten re­prä­sen­ta­ti­ven Um­fra­ge von In­fra­test di­map im Auf­trag des BR-Po­li­tik­ma­ga­zins „Kon­tro­vers“auf 48 Pro­zent der Stim­men. Bei der Bun­des­tags­wahl 2013 er­hielt die Par­tei von Mi­nis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer 49,3 Pro­zent.

Die SPD kä­me in Bay­ern auf 18 Pro­zent – ei­ne Stei­ge­rung nach dem his­to­ri­schen Tief­stand von 14 Pro­zent bei der BR-Um­fra­ge im Ja­nu­ar. Be­son­ders deut­lich zu­le­gen könn­te vor al­lem die FDP, die sich von vier Pro­zent im Ja­nu­ar auf zehn Pro­zent stei­gert. Die AfD wür­de sie­ben Pro­zent er­hal­ten – nach zehn Pro­zent bei der Ja­nu­ar-Um­fra­ge. Die Grü­nen kä­men auf acht Pro­zent, die Lin­ke auf vier. CSU-Chef Horst See­ho­fer warn­te sei­ne Par­tei und die Uni­on aber vor Sie­ges­ge­wiss­heit. Die Um­fra­ge sei „für den Au­gen­blick schön – aber eben auch nur für den Au­gen­blick“, sag­te See­ho­fer der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Die Grü­nen-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im Baye­ri­schen Land­tag, Kat­ha­ri­na Schul­ze, gab mit Blick auf die Um­fra­ge ein zwei­stel­li­ges Er­geb­nis als Ziel für die Bun­des­tags­wahl an. „Da­für wer­den wir in den nächs­ten Wo­chen kämp­fen“, sag­te Schul­ze.

See­ho­fers Rück­tritt vom Rück­tritt mit Blick auf die Land­tags­wahl 2018 wird in der BR-Um­fra­ge kri­tisch ge­se­hen. Nur 46 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten be­grü­ßen sei­ne Ent­schei­dung, er­neut als Mi­nis­ter­prä­si­dent an­zu­tre­ten, 48 Pro­zent be­grü­ßen das nicht. Auch un­ter den CSU-An­hän­gern ge­hen 37 Pro­zent der Be­frag­ten auf Dis­tanz zu See­ho­fers Plä­nen.

Deut­lich bes­ser fällt das Ur­teil der Be­frag­ten über An­ge­la Mer­kel (CDU) aus. Die Bun­des­kanz­le­rin ist in Bay­ern nicht nur bei An­hän­gern des Uni­ons­part­ner CSU sehr be­liebt. Auch bei An­hän­gern der FDP (73 Pro­zent) und den Grü­nen (54 Pro­zent) er­hält sie ho­he Zu­stim­mungs­wer­te. Ins­ge­samt spre­chen sich 57 Pro­zent der Be­frag­ten für ei­ne vier­te Amts­zeit Mer­kels aus. Zwei Drit­tel der Be­frag­ten aus Bay­ern wer­fen Mer­kel zwar Feh­ler in der Flücht­lings­kri­se vor. Den­noch sag­ten 71 Pro­zent der Bay­ern, dass Mer­kel da­für sor­ge, „dass es uns in ei­ner un­ru­hi­gen Welt gut geht“. Nur je­der Fünf­te sprach sich der­weil für SPDChef und Her­aus­for­de­rer Mar­tin Schulz als Kanz­ler aus. 70 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten im Frei­staat si­gna­li­sier­ten, nicht genau zu wis­sen, wel­che zen­tra­len Zie­le Schulz im Fal­le ei­nes Wahl­sie­ges rea­li­sie­ren möch­te. Un­ter den SPD-An­hän­gern ist es im­mer­hin fast je­der Zwei­te (44 Pro­zent).

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