Ein Fisch oh­ne Ge­sicht

For­scher ent­de­cken un­be­kann­te Ar­ten

Donauwoerther Zeitung - - Panorama -

Sydney Ei­nen Fisch oh­ne Ge­sicht und an­de­re mys­te­riö­se Mee­res­krea­tu­ren ha­ben For­scher bei ei­ner Tief­see-Ex­pe­di­ti­on vor der Küs­te Aus­tra­li­ens ent­deckt. Der ge­sichts­lo­se Fisch ha­be „kei­ne Au­gen oder sicht­ba­re Na­se und sein Maul liegt auf der Un­ter­sei­te“, sag­te Ex­pe­di­ti­ons­lei­ter Tim O’Ha­ra ges­tern.

Ein sol­cher Fisch war bis­lang erst ein Mal er­wähnt wor­den – von Wis­sen­schaft­lern an Bord der le­gen­dä­ren „HMS Chal­len­ger“wäh­rend ei­ner Fahrt vor Pa­pua-Neu­gui­nea im Jahr 1873. O’Ha­ra war mit sei­nem Team Mit­te Mai aus Laun­ces­ton auf der süd­west­aus­tra­li­schen In­sel Tas­ma­ni­en auf­ge­bro­chen. Das Mee­res­ge­biet sei „das am we­nigs­ten er­forsch­te Öko­sys­tem der Er­de“.

Den For­schern be­geg­ne­ten un­ter an­de­rem leuch­tend ro­te, sta­che­li­ge Kreb­se, blin­de See­spin­nen und Tief­see-Aa­le. Au­ßer­dem stie­ßen sie auf fleisch­fres­sen­de Schwäm­me. Die­se ver­fü­gen über töd­li­che Na­deln aus Si­li­zi­um, al­so prak­tisch aus Glas, mit de­nen sie klei­ne Krus­ten­tie­re fan­gen. Nor­ma­ler­wei­se er­näh­ren sich Tief­seeSchwäm­me von Ein­zel­lern, die sie aus dem Was­ser fil­tern. Nach Ein­schät­zung der For­scher han­del­te es sich bei ei­nem Drit­tel der ent­deck­ten Tie­re um bis­lang un­be­kann­te Ar­ten. (afp)

Fo­to: A. Flatt, Mu­se­um Vic­to­ria, CSIRO, dpa

Die­ser Fisch lebt in der Tief­see.

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