Dil­lin­ger Stra­ße: Um­lei­tung vor Ge­richt

Ein An­woh­ner aus dem Här­pfer­park in Do­nau­wörth wand­te sich an das Ver­wal­tungs­ge­richt. Das Er­geb­nis

Donauwoerther Zeitung - - Donauwörth -

Do­nau­wörth/Augs­burg Der Wi­der­stand aus der Be­völ­ke­rung ge­gen die Ver­kehrs­pla­nung der Stadt Do­nau­wörth, die wäh­rend der mehr­wö­chi­gen Sper­rung der Dil­lin­ger Stra­ße den Aus­weich­ver­kehr durch das Wohn­ge­biet „Här­pfer­park“füh­ren soll, ist ein Fall für die Jus­tiz ge­wor­den. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Augs­burg hat am Di­ens­tag den Eil­an­trag ei­nes An­woh­ners ab­ge­lehnt, mit dem sich die­ser ge­gen die ge­plan­te Um­lei­tung wand­te.

Wie be­rich­tet, be­ab­sich­tigt die Stadt Do­nau­wörth zur künf­ti­gen Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­füh­rung den Aus­bau der Dil­lin­ger Stra­ße. Aus bau­li­chen Grün­den zur Auf­recht­er­hal­tung des An­lie­ger­ver­kehrs und der Zu­fahrt für Ret­tungs­fahr­zeu­ge so­wie aus Grün­den der Si­cher­heit und Leich­tig­keit des Ver­kehrs ist ei­ne Voll­sper­rung für rund zwei­ein­halb Mo­na­te vor­ge­se­hen. Ge­plant ist, dass die Ver­kehrs­füh­rung stadt­ein­wärts über die Klei­ne oder Gro­ße Här­pfer­stra­ße und stadt­aus­wärts über den Neu­rie­der Weg im Ein­bahn­ver­kehr er­folgt. Da­bei soll vor­über­ge­hend in ei­nem Teil­be­reich des Neu­rie­der Wegs ein Geh-, Rad- und Feld­weg für die Um­lei­tungs­stre­cke be­fes­tigt wer­den.

Mit sei­nem Eil­an­trag leg­te ein An­woh­ner nach Aus­kunft des Ge­richts ei­ne schall­tech­ni­sche Pro­gno­se­be­rech­nung vor, aus der sich ei­ne zu er­war­ten­de Über­schrei­tung der zu­läs­si­gen Grenz­wer­te er­ge­be. „Nach Auf­fas­sung des Ge­richts er­weist sich nach sum­ma­ri­scher Prü­fung die be­ab­sich­tig­te Aus­schil­de­rung für die Um­lei­tung über den Neu­rie­der Weg als recht­mä­ßig“, heißt es aber da­zu aus Augs­burg. Die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­den könn­ten zur Durch­füh­rung von Ar­bei­ten im Stra­ßen­raum die Be­nut­zung be­stimm­ter Stra­ßen be­schrän­ken, ver­bie­ten oder den Ver­kehr um­lei­ten. Die Stadt Do­nau­wörth ha­be nach­voll­zieh­bar und schlüs­sig dar­ge­legt, wes­halb ei­ne Voll­sper­rung der Dil­lin­ger Stra­ße not­wen­dig sei. Sie ha­be al­ter­na­ti­ve Um­lei­tungs­stre­cken ge­prüft, aber ver­wor­fen. Un­zu­mut­ba­re Im­mis­si­ons­be­ein­träch­ti­gun­gen sei­en am Grund­stück des An­woh­ners nicht zu er­war­ten, teilt das Ver­wal­tungs­ge­richt mit. Die Pro­gno­se­be­rech­nung le­ge ein Ver­kehrs­auf­kom­men zu­grun­de, wel­ches an­ge­sichts der von der Stadt im Eil­ver­fah­ren zu­ge­si­cher­ten Ton­na­ge­be­gren­zung auf 7,5 Ton­nen, der zu er­war­ten­den Aus­weich­be­we­gun­gen des Ver­kehrs so­wie des Zei­t­raums der ge­plan­ten Maß­nah­men – un­ter an­de­rem in den Pfingst- und Som­mer­fe­ri­en – „zu hoch ge­grif­fen“sein dürf­te. Un­ge­ach­tet des­sen wür­de das hö­he­re Ver­kehrs­auf­kom­men auch des­we­gen zu kei­ner un­zu­mut­ba­ren Be­ein­träch­ti­gung füh­ren, weil die zu­sätz­li­che Be­las­tung zwar ei­nen nicht un­we­sent­li­chen, letzt­lich aber ei­nen nur über­schau­ba­ren Zei­t­raum an­dau­ern wer­de. Denn nach Ab­schluss der Ar­bei­ten soll der ur­sprüng­li­che Zu­stand un­ver­züg­lich wie­der her­ge­stellt wer­den.

Ge­gen den Be­schluss kann in­ner­halb ei­ner Frist von zwei Wo­chen Be­schwer­de beim Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hof ein­ge­legt wer­den. Über den Eil­an­trag ei­nes wei­te­ren An­woh­ners will die zu­stän­di­ge Kam­mer des Ver­wal­tungs­ge­richts Augs­burg noch in die­ser Wo­che ent­schei­den. (pm)

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