Im Zwei­fel für den An­ge­klag­ten

Donauwoerther Zeitung - - Landkreis | Jura -

Zu „Trä­nen nach dem Schuld­spruch“: Zu der Ver­ur­tei­lung des 22-jäh­ri­gen Ti­mo B. durch die Rich­te­rin Su­san­ne Rie­del-Mit­ter­wie­ser: Es ist mei­nes Erach­tens nicht recht ge­spro­chen wor­den, son­dern ein Fehl­ur­teil ge­fällt. Nicht nur die Mut­ter des Ver­ur­teil­ten ist tot, son­dern die Rich­te­rin hat auch noch das Le­ben des jun­gen Man­nes zer­stört. Wird da­von die Mut­ter wie­der le­ben­dig?

In un­se­rem Recht, das wir von den Rö­mern über­nom­men ha­ben, heißt es „in du­bio pro reo“– im Zwei­fel für den An­ge­klag­ten. Gro­ße Zwei­fel sind an­ge­bracht. Glaubt die Rich­te­rin denn, dass der jun­ge Mann oh­ne Ge­fäng­nis­stra­fe noch je­man­den tö­tet? Ein­fach ab­surd. Ich hof­fe die Re­vi­si­on fegt die­ses Ur­teil hin­weg und ver­ur­teilt die Rich­te­rin. Bru­no Frey, Wem­ding

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