So ist bei­den Sei­ten ge­hol­fen

Donauwoerther Zeitung - - K!ar.text - VON FA­BI­AN KLU­GE re­dak­ti­on@do­nau­wo­er­t­her zei­tung.de

as hat sich wohl je­der Ar­beitD­neh­mer schon ein­mal ge­dacht: „Wenn ich das Sa­gen hät­te, dann wür­de ich das ja ganz an­ders ma­chen.“Die Azu­bis der Top-Par­fü­me­rie ha­ben in den kom­men­den zwei Wo­chen die Mög­lich­keit da­zu. Lehr­lin­ge sind die Bos­se: Neu ist die­se ver­kehr­te Welt nicht. Die Chefs der Dis­coun­ter­ket­te Al­di und des Dro­ge­rie­markts dm tan­zen in al­ler Re­gel­mä­ßig­keit nach der Pfei­fe der Azu­bis. Nun mag die Zeit für vie­le ei­ne will­kom­me­ne Ab­wechs­lung sein – an­de­re Kol­le­gen kön­nen in Ur­laub ge­hen, der Chef sich end­lich ein­mal um das küm­mern, was schon lan­ge lie­gen­ge­blie­ben ist, und die Azu­bis ler­nen die an­de­re Sei­te des Schreib­ti­sches ken­nen. In­ter­es­sant wird das Pro­jekt aber erst dann, wenn bei­de Sei­ten, Chef und Aus­zu­bil­den­de, ih­re Leh­ren dar­aus zie­hen. Über nie­man­den – vi­el­leicht ab­ge­se­hen vom Wet­ter – wird so oft ge­schimpft wie über den Ge­schäfts­füh­rer. Meis­tens be­ruht die Kri­tik dar­auf, dass vie­le nicht wis­sen, was der Chef ei­gent­lich den gan­zen Tag genau macht. Durch die­ses Ex­pe­ri­ment er­hal­ten be­reits jun­ge Ar­beit­neh­mer ei­nen Ein­blick in den teil­wei­se ver­wor­re­nen Kos­mos Chef. An­de­rer­seits sind die Ge­schäfts­lei­ter oft alt­ein­ge­ses­sen – da tut ein fri­scher Wind mal ganz gut. Auch Chefs kön­nen noch et­was da­zu­ler­nen. Denn oft­mals ha­ben jun­ge Kol­le­gen ei­nen ganz ob­jek­ti­ven Blick und neue Ide­en, die der Fir­ma wei­ter­hel­fen. Die Azu­bis der TopPar­fü­me­rie bie­ten zwei Wo­chen ver­schie­de­ne Ak­tio­nen an. Vi­el­leicht gibt es die ein oder an­de­re dann auch nach den bei­den Pro­jekt­wo­chen.

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