Frei­spruch für „Sa­ta­nis­ten von Wit­ten“

Er be­ging kein wei­te­res Ver­bre­chen

Donauwoerther Zeitung - - Panorama -

Bochum Ein als „Sa­ta­nist von Wit­ten“be­kannt­ge­wor­de­ner Häft­ling ist am Don­ners­tag vom Vor­wurf ei­nes Mord­kom­plotts frei­ge­spro­chen wor­den. Nach Über­zeu­gung des Bochu­mer Schwur­ge­richts gibt es kei­ne Be­wei­se da­für, dass der 41-Jäh­ri­ge nach ei­nem Ri­tu­al­mord im Jahr 2001 aus der Haft her­aus auch die Er­mor­dung sei­ner Ex-Frau ge­plant hat. Auch die Staats­an­wäl­tin hat­te auf Frei­spruch plä­diert.

Ur­sprüng­lich war die Staats­an­walt­schaft da­von aus­ge­gan­gen, dass der Mann aus dem Ge­fäng­nis ei­ne Brief­freun­din zum Mord an sei­ner Ex-Frau an­ge­stif­tet ha­be. Die Brief­freun­din, ei­ne 34-jäh­ri­ge Frau, hat­te sich bei ih­rer Zeu­gen­ver­neh­mung je­doch wie­der­holt in Wi­der­sprü­che ver­strickt. „Der Ein­druck, den die Zeu­gin hier ge­macht hat, war ver­hee­rend“, sag­te die Rich­te­rin bei der Ur­teils­be­grün­dung. Auf die Aus­sa­ge der 34-Jäh­ri­gen ha­be man kei­ne Ver­ur­tei­lung stüt­zen kön­nen.

Der An­ge­klag­te, der seit fast 16 Jah­ren in Haft sitzt, kann nun auf sei­ne bal­di­ge Ent­las­sung hof­fen. Die ur­sprüng­lich ver­häng­te Haft­stra­fe von 15 Jah­ren wä­re be­reits im Ju­li 2016 ab­ge­lau­fen.

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