VW Mann stützt Au­di Chef

Rü­cken­de­ckung von Ge­werk­schaf­ter

Donauwoerther Zeitung - - Wirtschaft -

In­gol­stadt Au­di-Chef Ru­pert Stad­ler muss nach Aus­sa­ge von VW-Be­triebs­rats­chef Bernd Os­ter­loh nicht um sei­nen Job fürch­ten. Ei­ne Ab­lö­sung des Ma­na­gers sei nicht ge­plant, sag­te Os­ter­loh. Al­ler­dings üb­te der ein­fluss­rei­che Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter Kri­tik am Ver­hal­ten Stad­lers nach Be­kannt­wer­den neu­er Er­kennt­nis­se zu Ab­gas­ma­ni­pu­la­tio­nen bei der VW-Toch­ter. Im Auf­sichts­rat des Kon­zerns wer­de man mit Stad­ler über sein Kri­sen­ma­nage­ment re­den müs­sen, kün­dig­te er an. „Den Ver­kehrs­mi­nis­ter öf­fent­lich an­zu­grei­fen, war si­cher­lich kei­ne ziel­füh­ren­de Idee“, sag­te Os­ter­loh und füg­te hin­zu: „Zum Glück hat un­ser Vor­stands­vor­sit­zen­der Mat­thi­as Mül­ler im Ge­spräch mit dem Mi­nis­ter den rich­ti­gen Ton ge­trof­fen.“Der Au­di-Chef, der auch im Volks­wa­genKon­zern­vor­stand sitzt, hat­te Do­brindt vor­ge­wor­fen, den Sach­ver­halt falsch dar­ge­stellt und sich mit der Ver­öf­fent­li­chung auf Kos­ten der VW-Toch­ter pro­fi­liert zu ha­ben.

Do­brindt hat­te zu­vor öf­fent­lich ge­macht, dass Au­di ei­ne „un­zu­läs­si­ge Ab­gas-Soft­ware“in den Ober­klas­se-Mo­del­len Au­di A8 und A7 mit V6- und V8-Die­sel­mo­to­ren ver­wen­det hat. Bei 24 000 Fahr­zeu­gen ist der Aus­stoß an ge­sund­heits­schäd­li­chen Stick­stoff­oxi­den hö­her als nach der Ab­gas­norm Eu­ro 5 er­laubt. Da­mit wei­te­te sich der Ab­gasSkan­dal beim VW-Kon­zern er­neut aus. Do­brindt und Stad­ler ha­ben sich mitt­ler­wei­le aus­ge­spro­chen. Die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung hat­te vor ei­ner Wo­che be­rich­tet, VW wol­le noch vor Jah­res­en­de ein Pa­ket für ei­ne neue Au­di-Spit­ze oh­ne Stad­ler schnü­ren.

Os­ter­loh ver­tei­dig­te den jet­zi­gen VW-Auf­sichts­rats­chef Hans Die­ter Pötsch, ge­gen den in der Ab­gas-Af­fä­re Er­mitt­lun­gen lau­fen: „Herr Pötsch hat seit sei­ner Wahl zum Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den ei­nen gu­ten Job ge­macht.“Wei­ter sag­te er: „Und im Üb­ri­gen hal­te ich Herrn Pötsch für ei­ne ehr­li­che Haut. Wenn er sagt, er hat­te nichts mit den Ab­gas-Ma­ni­pu­la­tio­nen zu tun, dann ha­be ich kei­nen Grund, dar­an zu zwei­feln.“

Ru­pert Stad­ler

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