Bamberg fei­ert

Bas­ket­ball Ne­un­ter Meis­ter­ti­tel un­ter Dach und Fach

Donauwoerther Zeitung - - Sport -

Bamberg Die Bas­ket­bal­ler von Bro­se Bamberg ha­ben ih­re Aus­nah­me­stel­lung un­ter­mau­ert und sind zur neun­ten Meis­ter­schaft ge­stürmt. Die Mann­schaft von Trai­ner Andrea Trin­chie­ri be­zwang am Sonn­tag die EWE Bas­kets Ol­den­burg mit 76:58 (39:34) und si­cher­te sich da­mit den ent­schei­den­den drit­ten Sieg in der End­spiel­se­rie. Selbst er­heb­li­che Ge­gen­wehr des Au­ßen­sei­ters bis zum En­de des drit­ten Vier­tels konn­te den Se­ri­en­meis­ter am En­de nicht auf dem Weg zu sei­nem vier­ten Dou­ble auf­hal­ten.

Nicht zu­letzt dank ih­res treff­si­chers­ten Wer­fers Mao­do Lo (15 Punk­te) konn­ten die Bam­ber­ger nach dem Schluss­pfiff ih­re Ti­telPar­ty vor 6 150 Zu­schau­ern in ei­ge­ner Hal­le star­ten. Mit der neun­ten Meis­ter­schaft über­hol­te Trin­chie­ris Trup­pe so­gar Al­ba Berlin in der ewi­gen Rang­lis­te und liegt nur noch hin­ter dem 14-ma­li­gen Cham­pi­on Bay­er Le­ver­ku­sen. Zu­dem lös­ten die Bam­ber­ger nach dem 3:0 in der Se­rie das Ti­cket für die Eu­role­ague. „Ein un­glaub­li­ches Ge­fühl, im­mer wie­der“, schwärm­te Ka­pi­tän Eli­as Har­ris nach der drit­ten Meis­ter­schaft in Se­rie. „Am En­de ha­ben sich die gan­zen Stra­pa­zen ge­lohnt.“

Trin­chie­ri nahm sei­ne Mann­schaft noch mal ins Ge­bet. „Ol­den­burg hat nichts zu ver­lie­ren, und wenn man nichts zu ver­lie­ren hat, fal­len die Bäl­le auch rein“, warn­te der Ita­lie­ner und mahn­te zu höchs­ter Kon­zen­tra­ti­on.

Und ge­nau­so ge­stal­te­te sich der Be­ginn. Trin­chie­ris St­ar­ting Fi­ve aus Fa­bi­en Cau­seur, Ni­colò Mel­li, Ni­kos Zi­sis, Da­ri­us Mil­ler und Cen­ter Le­on Ra­do­se­vic hat­te mit viel Ge­gen­wehr des Meis­ters von 2009 zu kämp­fen. Den Bam­ber­gern man­gel­te es an Rhyth­mus, vor al­lem aus der Dis­tanz fehl­te die Treff­si­cher­heit. Die Ol­den­bur­ger da­ge­gen fan­den an­ders als in den ers­ten bei­den Fi­nal­spie­len schnell in die Par­tie.

Der Au­ßen­sei­ter ließ sich nicht mal von ei­ner Aus­wechs­lung Ri­ckey Paul­dings aus dem Kon­zept brin­gen, der früh mit zwei Fouls auf die Bank muss­te. „Glück­wunsch an Bamberg, sie sind ein groß­ar­ti­ges Team“, gra­tu­lier­te Paul­ding.

Et­was ab­set­zen konn­ten sich die Ober­fran­ken erst ge­gen En­de des zwei­ten Vier­tels. Paul­ding er­leb­te ein bit­te­res Fi­na­le, denn erst nach der Halb­zeit fand der EWE-Star halb­wegs in die Par­tie.

„Wir müs­sen noch fo­kus­sier­ter sein“, gab der ex­zel­len­te Auf­bau­spie­ler Lô die Bam­ber­ger Marsch­rou­te für die letz­ten bei­den Vier­tel der Sai­son aus. Doch von ei­nem Spa­zier­gang zur Ti­tel­ver­tei­di­gung konn­te zu­nächst wei­ter kei­ne Re­de sein. En­de des drit­ten Vier­tels schwan­den den Gäs­ten aber die Kräf­te.

Am En­de gin­gen die tap­fe­ren Ol­den­bur­ger wie­der un­ter – und er­leb­ten ein Déja-vu. Wie schon in der Fi­nal­se­rie 2013 un­ter­la­gen sie 0:3. Bleibt die Fra­ge: Trai­niert Trin­chie­ri auch in der kom­men­den Sai­son Bamberg? Der ließ sich aber nicht aus der Re­ser­ve lo­cken: „Heu­te ist der Tag, an dem ich ge­nie­ßen will. Ich wer­de so be­trun­ken sein, dass ich vi­el­leicht dum­me Sa­chen sa­gen wer­de“,

Fo­to: Da­ni­el Kar­mann, dpa

Da knal­len die Sekt­kor­ken: Das Bam­ber­ger Bas­ket­ball Team fei­ert mal wie­der die Meis­ter­schaft.

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